Kundenservice mal anders

18. Mai 2013

Lieber Vodafone beliebiger Kundenservice eines deutschen Großkonzerns,

vor Kurzem hatten wir ein Problem mit unserer Waschmaschine und ich rief aus diesem Grund beim Bauknecht-/Whirlpool-Kundenservice an. Die Garantie war gerade eben erst abgelaufen und mit entsprechender Vorahnung griff ich zum Hörer.

Nach überraschend kurzer Wartezeit (man legt ja normalerweise erstmal das Telefon zur Seite und holt sich einen Kaffee) begrüßt mich ein älterer Herr. Nicht überschwenglich, nicht scheißfreundlich, einfach nur in normalem Tonfall der suggeriert, dass sein letztes Call-Center-Deeskalationsseminar schon einige Zeit zurück liegt. Sehr angenehm.
Gerätenummer? Klar, habe ich. Fehler? Dieses und jenes.
Ok, könnte ganz harmlos sein oder was Größeres. Der ältere Herr fragt nach Details, gibt noch ein paar Vermutungen von sich und wirkt dabei verdächtig kompetent. Ob die für den Kundenservice etwa gar kein Callcenter beauftragt haben? Spreche ich etwa mit einem echten Menschen? Unheimlich.

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Fassungslosigkeit am Hindukush

10. Mai 2013

Blitzvisite in Afghanistan – Merkel besucht verunsicherte Bundeswehr-Kämpfer – schreibt nicht nur Spiegel Online in ergreifenden Artikeln über die derzeitige Situation unserer Vaterlandsverteidiger am Hindukush.

Hier ein Wangenkneifer, da ein aufmunternder Klaps auf den Po, die Kanzlerin weiß, wie man mit den traumatisierten Buben umgeht, in deren Mitte so plötzlich und unerwartet ein großes, schwarzes Loch aufgerissen wurde. “Als ich Elitesoldat bei der Bundeswehr geworden bin, hätte ich nie gedacht, dass dabei auch jemand sterben kann”, so ein in Tränen aufgelöster Unteroffizier B. (27), der von der Kanzlerin tröstend in den Arm genommen werden muss, ehe er schluchzend weitersprechen kann. “Da hätte ich ja gleich zum Straßenbau gehen, oder Feuerwehrmann werden können.” “Das ist doch alles Wahnsinn”, fügt Oberfeldwebel M. (37) händeringend hinzu. Der bärtige Zwei-Zentner-Riese mit der sanften Stimme sorgt mit seinen leckeren selbstgebackenen Haferplätzchen normalerweise selbst für den moralischen Aufbau innerhalb der Truppe. Doch die jüngsten Ereignisse sind sogar für einen gestandenen Kämpfer wie ihn zuviel. “All das sinnlose Töten und Morden wehrloser Soldaten … Ich habe damals den Zivildienst verweigert, weil ich doch kein Blut sehen kann, und bin statt dessen zum KSK gegangen. Und nun dieses fassungslose Entsetzen, das selbst jenes im letzten Jahr übertrifft, als Major Z. bei unserer gemeinsamen Weihnachtsfeier mit den Kindern vom Waisenhaus Masar-i-Scharif völlig unerwartet Nasenbluten bekam.”


Ja soll ich oder soll ich nicht?

29. April 2013

Wenn ein Unternehmen aufgefordert wird, “ab sofort jegliche Korrespondenz an unsere Kanzlei zu unterlassen” und diese Aufforderung bestätigen soll, befindet es sich dann nicht in einer juristisch-diabolischen Zwickmühle?

 


Das Böse in Deinem Wohnzimmer

25. April 2013

Heute muss ich doch direkt mal wieder Werbung für meinen Autorenkollegen Carsten Steenbergen machen, der damit droht, in fremder Leute Wohnzimmer einzudringen um dort eine Lesung aus seinem neuen Roman “Teufelsacker” zu halten.

Klingt unheimlich? Ist es auch – jedenfalls das Buch. Der Carsten dagegen ist ein sympathischer Autor der richtig gut und spannend lesen und erzählen kann. Und pflegeleicht ist er auch noch, wie wir bestätigen können, die den Carsten schon mal im Wohnzimmer sitzen hatten. Interessenten an so einer Leserunde müssen also keine Angst um den Inhalt ihrer Kühlschränke haben.

Jedenfalls finde ich die Idee sehr cool. Bin gespannt auf den Bericht über das Ereignis. Mehr Infos: hier

 

 


Studien-Frust

23. April 2013

Laut einer (nicht mehr ganz so) aktuellen Studie macht die Nutzung von Facebook frustriert, unzufrieden und neidisch. Grund sei in erster Linie der Neid auf die positiven Nachrichten der Facebook-Freunde.

Ja da mach ich doch schon wieder irgendwas falsch. Jedes mal nämlich wenn ich mir diese dauerverzweifelten, genervten und desillusionierten Nachrichten meiner ganzen Facebook-Bekannten durchlese, stelle ich erneut fest, dass es mir im Vergleich doch verdammt gut geht.


Lesen, Abstimmen, Gutes tun (für mich)

22. April 2013

Alle Fans des aktuellen Dauerbrenner-Highlight des Fantasy-Genres sollten unbedingt den folgenden Artikel im T.S.Orgel-Blog lesen und dann abstimmen:
Nominierungsrunde für den Deutschen Phantastik Preis ist gestartet

Ewige Dankbarkeit sei Euch gewiss.


Nordkorea droht mit Angriff ohne Vorwarnung

16. April 2013

“Ohne Vorwarnung greifen wir an”, so ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang. “Und zwar am Dienstag in zwei Wochen, um genau 8:15 Uhr. Drei Battalione unserer gottgleichen Armee werden überraschend wie wilde Wölfe am Grenzübergang Panmunjeom in die Südkoreanische Republik einfallen, nachdem hundertundeins Salutschüsse zu Ehren Kaiser Kim Il Sungs in die Luft abgefeuert worden sind und das Präsidium der Obersten Volksversammlung in einer plötzlichen dreitägigen Sitzung eine Kriegserklärung verfasst hat (welche im Rahmen einer festlichen Parade ohne Vorwarnung in Funk und Fernsehen weltweit live übertragen wird). 48 Stunden nach Übergabe der Kriegserklärung per Einschreiben mit Rückschein, die dem Feind im Süden am kommenden Freitag zugestellt worden ist, erfolgt die schriftformgemäße Mobilmachung sämtlicher wehrpflichtiger Genossen weltweit per Brief, E-Mail und Telefon um das verhasste Südkorea in einer blitzartigen Nacht- und Nebelaktion in die Knie zu zwingen.”


Flucht in Fantasiewelten

05. April 2013

Deutsche Banken zeigen sich überrascht, dass die von ihnen auf den Kaimaninseln gegründeten Fantasie-Firmen zur Steuerflucht missbraucht werden. Außerdem diese Woche: Waffenverbände entsetzt über Berichte von Toten und Verletzten durch Sturmgewehre; Tabakfirmen rufen Zigaretten wegen potentieller Gesundheitsgefährdung zurück; Kondomhersteller bitten Papst um Verzeihung: “Wir hatten keine Ahnung, dass Menschen damit auch verhüten.”

 


Ich bin das Netz

03. April 2013

“Sascha Lobo
Autor, Vortragsredner, Internet”

Eigentlich habe ich es ja schon immer gewusst, aber nachdem ich nun doch mal seine Website aufgerufen habe, ist es Gewissheit: Sascha Lobo ist nicht nur Autor oder Vortragsredner, sondern auch noch Internet. Wenn man sich das erst mal bewusst gemacht hat, ist vieles im Zusammenhang mit diesem Netz viel einfacher zu verstehen. Glaubt Ihr nicht? Dann einfach mal einen beliebigen Artikel von Sascha Lobo zur Hand nehmen und überall das Wort “Internet” durch “Sascha Lobo” ersetzen. Bringt zwar keine neuen Erkenntnisse, ist aber irgendwie lustig.


Was die Maya schon nicht wissen wollten

26. März 2013

Wer sich im Dezember übrigens gewundert hat, warum ich bei sieben Zeichen der Apokalypse nur über vier berichtet habe, der soll nicht denken, dass der Weltuntergang etwa ausgefallen wäre. Der Grund warum ich diese Artikelreihe nicht fortgeführt hatte, war, dass ich öfter mal irgend etwas Angefangenes einfach nicht


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