It’s a long way to the top
if you wanna Rock’n Roll.
Das ist nicht nur das Motto der letzten Wochen und meiner Schreibarbeit – es ist auch das erklärte Lieblingslied meines acht Monate alten Sohnes. Neben ein oder zwei Kinderliedern, deren häufigeres abspielen allerdings mich missgestimmt macht (vor alem, weil diese Mistdinger tatsächlich Ohrwurm-Qualitäten haben. “Wurm” hier im Sinne von “hartnäckige, unangenehme Parasiten” verwendet. Aber auf ACDC können wir uns einigen.
Generell kommt ja Hard Rock und sogar heftiger Metal bei Kindern (wie auch bei anderen Primaten) am besten an. Wer hätte gedacht, dass man mit “Of Wolf And Man” von Metallica Affen beruhigen kann? Ich. Ich hab’s in der Rockfabrik schließlich selbst schon gesehen. Da werden sie ganz friedlich und melancholisch, die alten Metaller-Affen. *g*
Mozart hingegen ist endgültig ausgespielt in der frühkindlichen Prägung. Amtlich bestätigt ist der gern propagierte intelligenzfördernde Faktor von Mozarts Musikstücken als Ammenmärchen entlarvt.
Wobei einem das vermutlich kompetente Ammen auch ohne große Forschung hätten erzählen können. Und mal ehrlich – wenn man sich genau ansieht, was Klein Wolfgang Amadeus für ein menschliches und soziales Wrack war, dann kann es mit der Wunderwirkung dieser Musik ohnehin nicht weit her sein. Immerhin war er ihr ja mehr ausgesetzt als jeder andere. Nein, da verzichte ich lieber und habe ein ganz normales, nicht jacksonides Kind. Immerhin hat Hard Rock auch genug Saft – auch wenn ich mit ihm, trotz ACDC-Soundtrack, vielleicht doch noch nicht in “Iron Man” gehen sollte. Das hören wir dann doch lieber. The Who mag er nämlich auch. Ganz die Mama.
Außerdem komme ich gerade ohnehin nicht zum fernsehen.
Wenn ich schon mal Zeit habe, dann nutze ich sie lieber zum schreiben. Denn schon dazu komme ich leider viel zu wenig. Immerhin ist unsere 95.000-Zeichen-Kurzgeschichte abgeliefert und wartet jetzt auf’s Lektorat. Das ist schon mal was. Dann steht jetzt die nächste an. Dafür muss ich mich allerdings noch richtig in’s Venedig der Renaissance einarbeiten. Als Recherchematerial zu Venedig ist mir immerhin Willi Meinks “Marco Polo” in die Finger gefallen, Das habe ich das letzte Mal mit ca. 15 gelesen - aber ich finde, dass es immer noch gut ist und mir bei der Stimmung helfen kann. Die Idee formt sich langsam und ich denke, dass wir mit noch ein, zwei Stunden Arbeit eine ganz runde Rahmengeschichte haben. Vielleicht komme ich heute abend noch dazu. Gleich nach den Rezensionen. Drei muss ich noch erledigen. Dazu kommt dann noch das interview, das Eva und ich gerade mit Gesa Schwartz machen.
Apropos Gesa: Beim Schnüffeln in anderen Interviews (sie gibt ja gerade eine Menge) bin ich öfter auf die Frage gestoßen, wie sie dazu kam, Gargoyles als die neue Rasse in der Fantasy einzuführen. Moment. Neue Rasse? Da war doch was…
Vor ein paar Minuten bin ich dann über etwas gestolpert. Ich hole aus: Ich bin dank Thomas Gross drüber gestolpert, der gerade mit zwei Handvoll Leuten an einem Projekt arbeitet, das fast schon anachronistisch ist: einem neuen Ultima-Online Free-Shard. Also einer Online-spielwelt, die auf der UO-Technologie basiert (die beinahe so veraltet ist, wie die Idee des MUD, an dem ich 10 Jahre lang mitgearbeitet habe). “Fallen Lands” ist auf jeden Fall einen Blick wert – und dafür muss man sich bei dieser Gelegenheit ersteinmal das Grundspiel, Ultima Online, aus dem Netz besorgen. Und hierbei bin ich dann darauf gestoßen, was mir an den Gargoyles als Fantasyrasse so bekannt vorkommt.
Die guten gehören nämlich zu den ersten intelligenten Spiel- (und Spieler-)Rassen der Fantasygeschichte in der noch jungen Ära der Computerrollenspiele. Noch weit vor Multiplayer-Spielen waren Gargoyles schon einmal populär unter allen Fantasyfans mit Computer: “Ultima VI - The False Prophet” von 1990. Kult.
Die lieben Gargyles stammten hier übrigens aus einer Welt, die vom Spieler im vorhergehenden Teil zerstört wurde und das Thema des Spieles war, wie damals bei Ultima üblich, ein recht ernstes: Fremdenhass und reiligiöse Verblendung. Und da sag noch einer, Rollenspiele wären weltfremd.
Anyway – die Gargoyles leben auch hier wieder auf: In Ultima Online - Stygian Abyss.
Scheint das Jahr der Jungs mit der Steinernen Miene zu werden.
Wofür auch spricht, dass Nicolas Cage mal wieder einen Film gemacht hat, in dem er sein ganzes Minenspiel zeigen kann.
Ich weiß nicht, ob ich den sehen muss. Aber wie gesagt, ich komme ja ohnehin nicht dazu. Wenn ich mal was sehe, dann bröckchenweise auf YouTube und ähnlichen Plattformen (so komme ich immerhin zu meiner über die Woche verteilten Dosis Stargate Universe). Hier findet man tatsächlich den einen oder anderen Film, den man im Kleinen Fenster nebenher sehen kann, wenn man ihn zwar gesehen haben will, aber keinen gesteigerten Wert auf einen kompletten Kinoabend legt. Ich bin hier neben Sachen wie Iron Man 1 oder Zombieland auch über den alten “Hobbit” von 1977 gestoßen.
Oder Juwelen wie “Fire and Ice“, der Rotoscopie-Klassiker von Bakshi (der ja auch den Zeichentrick-Lord of the Rings gemacht hatte) und der vor einer Woche verstorbenen Fantasy-Zeichner-Legende Frank Frazetta.
Ich amüsiere mich dabei übrigens immer wieder über die scheinbar weit verbreitete Idee, dass das Einstellen des Filmes in U-tube durch simples Spiegeln urhheberrechtlich keinen Diebtahl mehr macht, sondern ein eigenständiges Werk. Spiegeln meint hier exakt das, wonach es klingt: das spiegelbildliche Umdrehen des Bildes.
Ähnlich putzig auch die Idee, dass das Spiegeln U-Tube davon abhält, den Film zu entfernen, weil er ja für die Plattform “nicht mehr zu erkennen” ist.
Dieser Idee widme ich 5 sprachlose Schweigesekunden.
Gut, nicht?
Und damit genug Blogeintrag für heute.
Ich hau mich jetzt auf’s Sofa, kurier noch ein wenig meinen verkorksten Magen-Darm-Trakt aus und hoffe, dass ich das verlängerte wochenende über davon verschont bleibe. Das ist mal wieder typisch, dass es mich ausgerechnet jetzt erwischt hat. Ich kann nicht behaupten, dass ich lust drauf habe, ein verängertes Wochenende krank zu machen. Möglichst, um dann zu Arbeitsbeginn wieder fit zu sein. Klar.
Bis die Tage.
Ach ja, noch ein kleiner Steampunk-Hinweis. Weil Steampunk ja immer geht.
Es gab da auch schon zu Ultima-Zeiten ein wirklich schickes Spiel. Martian Dreams.
Gut, an Verne angelehnt - aber wenn das nicht Steampunkig ist…
Ich mochte schon die Charakter-Erstellung mit Siggy Freud. *g*














Schön, dass du an der Recherche sitzt :-) Ich spiele ja im Moment zu recherchezwecken Assassins Creed 2 *g* Naja, das gibt einem zumindest auch ein ganz gutes Gefühl dafür, wie so eine Stadt aussah zu der Zeit. Venedig hat’s da ja auch.
The Sorcerer’s Apprentice sieht übrigens interessant aus, finde ich. Trotz dem Mann mit dem einen Gesichtsausdruck.
Ja, zu ebenjenen Recherchezwecken haben Stephan und ich uns erst am sonntag die Kurzfilme zu Assassins Creed angeschaut. *g*
Guckstu: http://www.youtube.com/watch?v=ct2kbLBuSOg
Ich könnt natürlich auch mal wieder auf der Playstation 1 Lara Croft spielen. Da ist auch Venedig drin. ;)