Blutregen bringt Segen
So, ein Pflicht-Blogeintrag, damit diese Seite hier nicht komplett verwaist wirkt.
Was sie nicht ist. Ich schiebe nur den folgenden Beitrag immer wieder vor mir her. Einfach, weil ich in der Zeit, die ein Eintrag nun mal benötigt, auch noch so viele andere Dinge tun kann, für die ich momentan auch keine (oder doch zuwenig) Zeit habe. —
Die Vulkanaschewolke hat mir persönlich ja jetzt nicht allzuviel Erleichterung verschafft. Einzige Auswirkung, die ich hätte spüren können, wäre die derzeitige Aufhebung des Sonntags-Fahrverbotes für Lastwagen gewesen. Aber da der Nachwuchs krank ist, haben wir das Wegfahren für dieses Wochenende ohnehin gestrichen. Und ansonsten ist der Aschewolkenfreie Himmel immerhin fast so klar und blau wie der Himmel unter der tödlichen Bedrohung Eyjafjalla aus Island. Hier übrigens eine gute Erklärung, wie es zu dem Namen kam. Auf malerische Sonnenuntergänge und den berüchtigten Blutregen (auf den ich mich schon gefreut habe und der, wie ich finde, ein wirklich guter Romantitel für Stephan Bellem wäre), habe ich dagegen vergebens gewartet. Das war wohl mehr heiße Luft. Eigentlich hätte der makellos azurblaue Himmel ein guter Hinweis sein können. Asche auf mein Haupt.
Mich ärgert übrigens, dass ich es wieder nicht geschafft habe, auf die RPC, die Role Players convention nach Köln zu kommen. Das zweite Jahr in Folge nicht. Dabei hatte ich es fest vor. nicht nur, um die üblichen Verdächtigen wieder zu treffen, sondern auch, um mal wieder in Rollenspieler-Ambiente zu schwelgen, Blind-Guardian-Sweatshirts im Einsatz in der sonne zu sehen - und eventuell meinem Jugendidol Larry Elmore die Hand zu schütteln. Maik von Manticor Illustrations hatte mal wieder ein Trefen mit ihm, bei dem wohl neben Fachwissen auch reichlich Bier floss. Und ich hab’s verpasst. Mist.
Außerdme wollte ich mich mit Maik nochmal über Steamtown unterhalten. Das muss langsam wirklich sein. Mai war eigentlich als Relaunch angedacht. Mal sehen, ob wir das schaffen. sicher nicht zum Anfang des Monats. Soviel steht schon mal fest.
Apropos The Oatmeal: Er spricht mir ja aus dem Herzen, was die Schwernisse des Webseitengestaltens angeht. Ein Erlebnis dieser Art hatte ich vor gar nicht allzu langer Zeit auch. Da muss man die Zähne zusammenbeißen, den Fluchomat anwerfen und durch. Willkommen in der Designhölle. Es gibt einen besonderen Platz für uns.
Den Fluchomat könnte ich übrigens uach für mein Blog hier brauchen. Wie ich gerade feststellen darf, kann ich keine Bilder mehr hochladen. sieht nach einem Fehler aus, der zur Behebung eine komplette Backup-Installation benötigt. Hier gilt, wie für so viel anderes: nicht heute.
Heute werde ich mich noch mit ein wenig mit dem Dauerbrenner “Waldwichtelweg Marktheidenfeld” beschäftigen (aber auch bei diesem Projekt ist ein Ende absehbar. Nächstes Wochenende noch, dann dürften wir so weit fertig sein) - und dann geht’s raus in die Sonne. Ursprünglich war ja ein Ausflug in ein Museumsdorf geplant, aber stundenlang mit nöligem Kind im auto muss ja nicht sein. Nachdem aber der historische Markt in Külsheim, genauer: die Burgkurzweyl zu Cullesheym erst nächstes und übernächstes Wochenende stattfindet (empfehlenswert übrigens!), wird’s wohl heute nur ein Sonnenspaziergang. Hauptsache weg vom Rechner.
Der sieht mich dann heute Abend wieder: Wir haben nurmehr nur noch eine woche, bis unser inzwischen knapp 100.000 Zeichen langer Beitrag für die Anthologie fertig sein muss. Das wird also nochmal eine 2-3 Stunden-Telefonkonferenz mit Stephan benötigen, dann wird unsere Geschichte um den Misanthropen, den Dieb, den Löwen und den Liebhaber präsentabel sein. Und wie es aussieht auch mit gelungenem Crossover zur Arbeit von Carsten. Das war ja jetzt beinahe schon verpflichtend. Allerdings auch ganz im Sinne des Projektes. Momentan ist das alles, wozu ich schreibtechnisch komme.
Wobei auch nicht hilft, dass Stephan bis Anfang Mai mit seiner Thesis durch sein muss. Das bremst uns gerade ganz gewaltig. Allerdings: Mai ist ja fast da. Insofern ist ein Ende absehbar.
Dazu passt, dass wir endlich ein funktionierendes Ende für unser “neues” Romanprojekt gefunden haben.
Bislang standen Anfang und Figuren, der mittlere Höhepunkt, die dramatische Wendung und so gut wie die ganze Leseprobe - nur Exposé-fähig war das Ganze noch nicht, weil uns der richtige Schluss fehlte. Ich denke, den haben wir jetzt. Also muss es noch in Form geschnipselt werden und dann geht’s an die Testleser, bevor es raus in die weite Welt geht. Ich hoffe, wir haben diesmal die richtige Waage zwischen “kommerziell verwertbar” und “nicht schon zwei Dutzend mal gelesen” getroffen. Immerhin ist es diesmal auch nicht humoristisch-satirisch sondern vorrangig heroische Fantasy. Auch wenn wir beide als Freunde von Nicht-Helden das hoffentlich ein wenig anders beleuchten (wie man daran sieht, dass unser letztes, humoristisches Projekt ja immerhin den titel “Das buch der Helden” trägt…).
Bei dieser Gelegenheit bin ich nur darüber gestolpert, dass ein anderes Brüderpaar, die Niens-Brüder, uns den seit über 20 Jahren verwendeten Namen unserer Spielwelt als Welt für eine Romanserie vorweggenommen haben: Morin, auch wenn es eine ganze Reihe Leute schon als unsere bewährte (Spiel)-Welt kennt, wird dann wohl anders heißen müssen.
Na gut.
Wer zu erst verlegt wird, mahlt zuerst. Oder so ähnlich. Dann wünschen wir den Niens mal viel Glück mit Morin und suchen uns eine neue Bezeichnung.
Aber was wären wir für Autoren, wenn wir damit ein Problem hätten, eine ganze Welt umzubenennen. Wäre das der Fall, könnten wir es auch gleich lassen, oder? *g*
Was ich auch noch dringend schreiben muss, sind Rezensionen. Inzwischen türmen sich hier gleich vier Bücher, die ich rezensieren muss und will - fragt sich nur, wann. Aber auch die müssen diese Woche noch sein.
Vorab aber schon mal meine vorläufigen, persönlichen Bewertungen:
“Das Meisterstück” von Christiane Gref (historischer Hanau-Roman): 8/10 Punkten
Ich habe schon eine menge historischer Romane gelesen, die weit weniger spannend (und deutlich unrealistischer) waren. Und das Ende ist unerwartet - dafür aber um so besser.
“Die Zombies” von Thomas Plischke (…hm… Urban Zombie Fantasy? Was für ein Genre eigentlich? Dark Romance ja auch nicht…): ebenfalls 8/10 Punkten
Ich habe einige sehr persönliche Kritikpunkte an den Roman, die aber weder mit der Dramaturgie noch der Qualität der Geschichte zu tun haben. Objektiv sicherlich 8/10, streng subjektiv eher 6 bis 7. Das kommt dabei raus, wenn man die Protagonisten eines Buches nicht mag (oder sie mir egal sind). Später mehr dazu, auf der Phantastik-Couch.
“Fledermausland” von Oliver Dierssen gebe ich 8,5 von 10 Punkten.
Es ist rundum gelungen mit so wenigen Einschränkungen (die Anlehnung an “Wächter der Nacht” stört mich ein wenig, dass das Buch sehr den Vampirromanen von Christopher Moore ähnelt hingegen gar nicht), dass ich es absolut empfehlen kann. Fortsetzung erwünscht.
“Monsterkontrolle” von A. Lee Martinez hinggen bekommt diesmal schwache 6,5 von 10 Punkten.
wobei es wie 8,5 anfängt, zwischendurch aber auf magere 5 sackt. Lediglich eine kleine Wendung ganz am Schluss reißt es für mich raus. die Rettung des Multiversums sowie aller seiner Vorgänger und Nachfolger auf einmal sind einfach ein wenig zu dick aufgetragen. Das “die Welt ist nicht genug”-Prinzip funktioniert in diesem Fall nur begrenzt.
So, und jetzt geh ich ohne Umschweife raus an die Sonne und mach den Rest später.
Ich wünsche euch eine angenehme Woche - bis nächstes Wochenende, vermute ich mal.
Nachtrag:
Maik hat mich darüber aufgeklärt, dass die Bilder von und mit Larry Elmore bereits im letzten Jahr entstanden waren. Das mindert meinen Neid zwar nicht (vor allem, weil ich ja auch im letzten Jahr schon auf der RPC sein wollte), mildert aber zumindest doch mein Bedauern über mein diesjähriges Fehlen.
Das nur für alle, die Mr. Elmore in diesem Jahr auch nicht gesehen haben und sich deshalb ärgern. ;)














Oh ja, der Titel hätte was. Da muss ich doch gleich mal das Buch zu schreiben ;)
Ist überhaupt eine nette Idee: Das Buch zum Titel schreiben.
Ich kann mir z.B. vorstellen, dass man aus einem wahllos hingeworfenen “Eyjafjalla-röadkill” auch was machen kann.
Gut, dieser Titel wäre für SRB eher nix, aber es wird sich sicherlich jemand finden, der daraus eine brauchbare Geschichte strickt.
Wie, bin ich jetzt schon auf Blut-Titel festgelegt? :D
Dann kündige ich mal meinen ersten Horror-Schocker an, die “Blutige Marie”
Nur der passende Klappentext will noch nicht so recht. Aber ich arbeite dran ;)
Ach, mach dir keinen Stress mit dem Klappentext. Nach meiner bisherigen Erfahrung muss der in Deutschland doch ohnehin nichts mit dem Buch zu tun haben, auf dem er draufsteht. Da sollte es auch der hier tun:
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Quelle: http://www.blindtextgenerator.de/
Frei verwendbar.
Eyjafjalla-röadkill
wird ein Skaninavischer Heavy-Metal-Roadmovie.
So was wie Leningrad Cowboys.
Das hat was…