20 Sekunden Goethe

Die Aktion #15secondshakespeare ist großartig.

Vor einigen Tagen hat der Schauspieler David Fynn den Hashtag ins Leben gerufen, als er fand, dass der Text zu „Fresh Prince of Bel Air“ ein wenig mehr Shakespear’sches Drama braucht.

Er hat dieses Dramatische 15-Sekunden-video aber nicht einfach so hochgeladen, sondern andere Schauspieler nominiert, seinem Beispiel zu folgen – und seitdem rezitieren vor allem Schauspieler, aber auch Musiker, Produzenten und andere Prominente populäre Popsongs (oder Bob den Baumeister) in Shakespear’schem Pathos.

Was aber als bloßer Ulk anfing, hat sich inzwischen zu einer Charity-Aktion gemausert, denn die meisten der Beteiligten rufen inzwischen zu Spenden für das Rote Kreuz auf.

Und hier kommt Goethe ins Spiel.

Denn ein paar Leute dachten sich: Was die Briten mit Shakespeare können, können wir mit Goethe’scher Bühnengewalt (oder schlicht schlecht übertriebenem Schauspielpathos) doch wohl auch, liebe Autoren-, Specher- und Schauspielerkollegen! Und es gibt mehr als genug deutschsprachige Popsong-Texte, die ein wenig mehr Drama durchaus gebrauchen können. Von Biene Maja über Rammstein, von Sido bis Crow, von Lena über Nena und Helene Fischer bis Roberto Blanco und Andreas Bourani – lassen wir es dramatisch werden – wenn möglich nicht nur unter #15seconshakespeare, sondern auch unter #20SekundenGoethe.

Also die Regeln nochmal:

Irgendeinen deutschsprachigen Popsong nehmen und 20 Sekunden Text davon mit möglichst viel Bühnenpathos a la Goethe, Shakespeare, Chaucer oder Schiller vortragen Auf Youtube, Instagram Twitter und Co unter den Hashtags #20SekundenGoethe bzw. #15secondshakespeare hochladen. Ganz einfach. Spendenaufruf nicht vergessen. Und spenden natürlich auch nicht. ;)

20 Sekunden, weil wir Deutschen ja immer ein wenig länger brauchen. Schon seit Wagner … *g*

Und zu spenden gibt es genug.
In Anlehnung an die britische Aktion schlage ich das Rote Kreuz vor, aber ich denke, alles, was der Flüchtlingshilfe aktuell zugute kommt, ist ein guter Spendenzweck.

In diesem Sinne – gebt euer Schlimmstes oder Bestes. Was halt so geht. ;)

 

Tom

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