The Doctor is IN

Jep. Zum Einen – wir sind mal wieder krank. Wenigstens alle auf einmal, was Umstände spart. Nichts tragisches – es ist nur eine Urlaubs-End-Erkältung. Also die Art, die man im Urlaub immer dann bekommt, wenn man gerade angefangen hat, sich zu entspannen. Ich sag’s ja: Entspannung ist ungesund.
Nein, ernsthaft, das ist diesmal zwar lästig genug, aber kein Vergleich zu den hässlichen Frühjahrserkältungen, die wir dieses Jahr in Großpackung hatten. Ich gehe davon aus, dass wir Ende der Woche wieder alle soweit auf dem Damm sind. Ehrlich gesagt bin ich ganz froh, dass das jetzt zugeschlagen hat und nicht in drei Wochen, wenn die Buchmesse unmittelbar ins Haus steht.

Immerhin sind wir ja dieses Jahr nicht nur als schnöde Pressebesucher dort (das auch – irgendwie muss man sich ja den Eintritt finanzieren), sondern eben auch als Autoren. Nach allem, was ich gehört habe, sehen die Vorbestellerzahlen schon mal ziemlich erfreulich aus. Ich kann nicht sagen, dass mich das ärgert. Vor allem aber freue ich mich tatsächlich wieder auf die Kollegen – Leipzig ist ja nun auch schon wieder ein halbes Jahr her. Und schon ein Jahr her ist es, dass wir aus dem Pub geflogen sind. Vielleicht ergibt sich ja wieder was. ;)

Außerdem sieht es so aus, als gäbe es auf der Messe nicht nur ein Buch mit Orks und Zwergen von uns sondern außerdem eines mit einem von mir gestalteten Cover. Ulrich Burger vom gleichnamigen Verlag wird es wohl schaffen, die erste Novelle seiner Serie rechtzeitig fertig zu haben, um sie auf dem BuCon in Dreieich (also am Samstag) zu präsentieren. Die Spannung steigt (die Spannung, wie der Entwurf im Druck aussieht, zum Beispiel. An die Zitterpartie, bevor ich so eine Arbeit das erste Mal tatsächlich fertig in der Hand habe, werde ich mich wohl nie gewöhnen). Die Geschichte selbst ist übrigens, wie schon mal erwähnt (aber das kann man ja ruhig öfter) vom überaus sympathischen und erfolgreichen Agenturkollegen Thilo Corzilius (ihr wisst schon – „Ravinia“). Dass das neue Cover ebenfalls einen Mond auf dem Cover hat, ist übrigens purer Zufall, auch wenn mir das keiner glauben wird …
Die Novelle heißt „Der Herr der Laternen: Die traurige Geschichte vom glücklichsten Mann der Welt“. Langer Titel und eine ziemlich coole Idee. Und übrigens der Auftakt einer 10-teiligen Reihe von Novellen von 10 verschiedenen Autoren. Von denen einer irgendwann vermutlich auch T.S. Orgel heißen wird. *g*
Vorerst aber steuern wir für Ulrich noch eine kurze Geschichte für seine Kochbuch-Anthologie „Die Köche II“ bei. Wir konnten es uns nicht verkneifen: Auch hier wird’s um Orks und Zwerge gehen. Diesmal allerdings um’s Essen. Natürlich ein Fleischgericht.

Apropos Gerücht: Neues (unter Vorbehalt, wie hier üblich) auch von der Myranor-Anthologie-Front. Wie es aussieht sind die Geschichten jetzt endlich im Lektorat, das Cover steht (der Titel so gut wie) und es besteht eine realistische Chance, dass das gute Stück doch noch in diesem Jahr erscheint. Wir sind weiterhin gespannt…

Und was den Doctor angeht, der IN ist (Doctor Wer? Eben.) – Ich bin jetzt durch die neueren Staffeln durch (abgesehen von „A town called Mercy“) und muss sagen – ich bekomme langsam so richtig Lust auf SciFi. Lesen – aber vielleicht ja doch auch mal schreiben. Immerhin habe ich beim Aufräumen doch tatsächlich entdeckt, dass ich meinen ersten Doctor mit so um die 14 gelesen haben muss. Ein zerfledderter Band ist aus den Tiefen des Kellers aufgetaucht – von Terrance Dicks „Der Planet der Daleks“. Gut, war wohl nicht so ein Meisterstück, dass ich mir den Inhalt gemerkt habe. Insofern stimmt die alte Weisheit „You never forget your first Doctor“ bei mir wohl nicht. Aber ich habe ja auch die Fantasy ohne Tolkien für mich entdeckt. Und immerhin bin ich inzwischen so angefixt, dass ich mal schaun werde, ob ich auch die alten Folgen (besonders die von Douglas Adams) zu sehen bekomme.

Ich verstehe aber, warum die Engländer so scharf darauf sind. Die Deutschen hätten das mit Raumpatrouille Orion vielleicht auch erreichen können, aber bei uns wurde das ja abgesägt. Schade eigentlich. Doctor Who ist schlicht kultig – wie meine Agentin so schön sagte: Man schwankt zwischen „brillant“ und „wtf?!“
Es ist keine Science Fiction – es ist nicht mal Space Opera, es ist pure Space Fantasy vom Feinsten mit einer derart engen Vernetzung in der britischen Kultur, dass sie vermutlich inzwischen zum britischen Nationalschatz gehört. Allein die vielen Querverweise und hin- und Rück-Referenzen. Douglas Adams schrieb einen Teil von 2Per Anhalter durch die Galaxis“ und „Dirk Gently“ auf Basis abgelehnter Doctor Who-Folgen, entwarf in einem Nebensatz das Raumschiff Titanic, schrieb dazu dann das gleichnamige Computerspiel, zu dem der Monty Python-Mann Terry Jones den Roman „Douglas Adams‘ Raumschiff Titanic“ verfasste, das wiederum den Schauplatz eines Doctor Who Weihnachtsspecials lieferte. Mit Kylie Minogue. Awesome.
Mal von dem Umstand abgesehen, dass der Doctor in einer Folge von 2006 die olympischen Spiele in London rettet und dafür die Fackel trägt – und die Fans es doch tatsächlich geschafft haben, dass der aktuelle Darsteller des Doctors die reale Fackel eine Etappe lang wirklich tragen durfte (Motto: „The Doctor must carry the torch or we risk a rip in spacetime!“)! In Cardiff, der Heimatstadt von Torchwood, dem Doctor Who-Ableger.
Kein Wunder, dass jemand wie Neil Gaiman alles daran setzte, wenigstens eine Folge der Serie schreiben zu dürfen. Eine der coolsten übrigens (The Doctors Wife).

Sobald mal etwas Luft ist, muss ich wohl schaun, dass ich auch mal wieder einen Science Fiction schreibe. Immerhin habe ich ja damit angefangen. So mit 15 (fragt nicht. Grausames Machwerk. Aber ich habe es noch. Inklusive selbstgemaltem Cover …)

Also, wenn ihr nichts Besseres vorhabt – mit dem Doctor als Serie für diesen Winter seid ihr bestens beraten.
So, und jetzt muss ich noch die Rede eines Orkhäuptlings fertigschreiben. bis später.

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