Joes Selbstreflektion

Ich gebe zu, dieser kurze Blogeintrag hier ist im Grunde von Andrea geklaut. Oder freundlicher formuliert „entliehen“. Oder „entlehnt“.

Ich habe gerade ebenfalls viel um die Ohren und beschränke mich aus diesem Grund auf das, was andere sagen.
worauf mich Andrea gebracht hat, ist Joe Abercrombies Selbstreflektionen, in denen er sich seine eigenen Bücher nochmals ansieht. Kritisch.

Das Ergebnis sind Blogeinträge (zu jedem Buch seiner First-Law-Trilogie einer), in denen er seine eigenen Fehler analysiert. Sehr interessant, selbst, wenn man seine Bücher nicht gelesen hat.

The Blade Itself
Before they are Hanged
Last Argument of Kings

Das ist sehr, sehr hilfreich und ziemlich interessant, vor allem, wenn man, wie wir (aka. T.S. Orgel), gerade mit der finalen Lektoratsrunde für den eigenen Roman fertig geworden ist.
Dieser abschließende Lektoratsdurchgang (es gab drei von Seiten unserer Lektorin) lässt sich gut mit einigen Punkten vergleichen, die Abercrombie in seinen Blogeinträgen zu seinen eigenen Büchern macht. „Overuse of internal dialogue“ zum Beispiel. Zum Glück dank Alpha-Leserin und Lektorin radikal gekürzt. Adjektive. Zu viele „Bewegungen“ der Charaktere in Dialogszenen (diese beiden Punkte betreffen natürlich vor allem mich; stephan ist da von Natur aus sparsamer).
Und die Erfahrung, noch immer mittlerweile gestrichene Sätze zu lesen, die schon gar nicht mehr da sind. Denn vermutlich habe ich unseren Roman inzwischen auch rund 30 mal gelesen (allerdings keine 90 …). Und manche Sachen sind eben erst in der letzten Lektoratsrunde rausgeflogen. Auch Sätze, die ich eigentlich mochte.
Kill your darlings war meine letzte aufgabe am Script: 3 Seiten Kürzung in 2 Kapiteln mit insgesamt 12 Seiten Text von mir. Es ging erstaunlicherweise. Als Randbemerkung: Stephan musste zeitgleich drei Szenen verlängern, weil sie der Lektorin zu sparsam waren. So fehlen dem Manuskript am Ende nur 1,5 Seiten. *g*
Aber es hat das Buch besser gemacht.

Insgesamt hat der reine Textteil von „Orks vs. Zwerge“ damit 531 Seiten (und nicht 500, wie es noch in den Ankündigungen steht) zuzüglich ein wenig Glossar – und zwei Karten, die gerade noch im Feinschliff-Prozess sind.

Ich bin mal sehr gespannt, wie wir unsere Arbeit in ein paar Jahren selbst beurteilen werden.
Und bis dahin hoffen wir, dass es euch, den Lesern gefällt. Sogar denen, die den Titel nicht unbedingt mögen. Ich wage zu behaupten, dass in „Orks vs. Zwerge“ auch ein wenig was für Abercrombie-Fans mit dabei ist. ;)

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