Montagmorgen-Post

Über Rezensionen, Schreibereien, Arbeit und Urlaub. Oh, und Vodafone. Mal wieder. Außerdem Neues zur London-Anthologie. Ich versuche mal, das halbwegs schnell abzuhandeln, immerhin habe ich auch noch „seriöse“ Arbeit auf dem Tisch.

Die gelbe Montagmorgen-Post hat mir nicht nur gezeigt, dass meine Hausklingel gerade nicht funktioniert, sondern auch eines der in der Regel hoch erfreulichen, unbestellten Pakete der Piper-Pressestelle gebracht. Nein, diesmal konnte ich gar nicht erraten, was da drin wäre. Ich weiß dann nur eines: Fantasy, SciFi oder vielleicht mal etwas in Richtung Mystery-Thriller.
Aber auf den ersten Blick war nicht mal das diesmal zu erkennen. Denn was auf meinen Schreibtisch rutschte, war das hier:

Das sind, um das mal festzuhalten, Buchrückseite und Rücken.
Was den entscheidenden Vorteil hat: Mal kein irreführender, deutscher Klappentext. *g*
Die Vorderseite schließlich besteht aus einer erhellenden FARBKOPIE. Auf der rechts oben das Folgendes prangt:

Weitere Infos:
– 250.000 verkaufte Exemplare des ersten Bands (ja – „Bands“. Steht da. *g*)
-Der Starautor der Fantasy* und siebenfache Gewinner des Markus Heitz-Preises

Nein, Moment… das war falsch. …und siebenfache Gewinner des Deutschen Phantastik Preises
in der Kategorie „bester deutschsprachiger Roman“, wenn ich mich recht erinnere.

Zusammen mit diesen Infos ist es natürlich einfach zu erraten.
Was hier auf meinem Tisch liegt, ist der zweite Band von Markus‘ „Legenden der Albae“ mit dem Titel „Vernichtender Hass“.

Drin haben wir zuerst folgenden Vermerk:

Was heißt: ich darf nix über den Inhalt erzählen.
Na gut, vielleicht das hier: Gleich vorn im Buch sind zwei schicke Karten, gefolgt von 5 Seiten Dramatis Personae, bevor auch nur der Prolog kommt. Und die Widmung lautet: „Den Komponisten der Welt, ob lebendig oder tot, ob Klassik oder jede andere Gattung, die mich bei meiner eigenen Arbeit durch ihre Tonwerke inspirieren.“ Wisster Bescheid, ne?

Schmankerl am Rande: Markus bedankt sich unter anderem beim „Redakteur Peter Thannisch“ für die Zusammenarbeit.
Peter Thannisch, das ist der hier. *g* Außerdem verweist er auf www.albae-online.de ;)

Was meinen Entschluss, weniger Fantasy von deutschen Autoren zu rezensieren ein klein wenig ins Wanken bringt. Oder meinen Entschluss, überhaupt weniger zu rezensieren. Ich muss schließlich auch schreiben.

Damit sind wir beim Thema Nummer 2:
Mein Wochenende bestand aus Exposé-Schreiberei. Eines für eine …lange Kurzgeschichte? Kurze Novelle?… die Stephan und ich bis zum Herbst noch reißen wollen. Wobei das gestern Abend schon wieder komplett umgekrempelt wurde. Das Setting kurz aus dem Eismeer in die U-Bahn, der Erzähler von erster in die dritte Person, seine Begleiter von Profis zu blutigen Amateuren (in den meisten Fällen dann wohl wörtlich) – aber ich gebe zu: die Geschichte gewinnt dadurch deutlich. Vor allem an Bösartigkeit. *fg*

Außerdem, ein anderes Exposé betreffend, eine VERLÄNGERUNG um gut eine Seite Din A-4. Auf Wunsch. Wir schaffen es ja ohnehin nur selten unter 4 Seiten – und jetzt wurde doch tatsächlich ein ausführlicheres Expose angefordert. Also den Fall hatte ich auch noch nicht.

Eine andere Novelle ist übrigens für 2012 in Planung – auf das Ding freue ich mich wirklich: Nahezu völlig freie Hand in Themen- und Stilwahl. vielleicht doch mal endlich wieder was Humoristisches für zwischendurch? Aber wie gesagt: Nächstes Jahr.

Dieses Jahr kommt wahrscheinlich noch die langerwartete Steamtown-Fortsetzung. Und die Vertonung von Buch 1 (also der „Fabrik“) ist auch mehr als wahrscheinlich. Das klemmt jetzt weniger am Text, als an gewissen bürokratischen Voraussetzungen. Ich werde mir mal im Urlaub genauere Gedanken zur Organisation machen. Carsten jedenfalls ist inzwischen in der Überarbeitungsphase des ersten Kapitels.
Das muss allerdings vorerst als Status-Info reichen: Wir sind dran.

Ein weiteres Projekt habe ich allerdings an diesem Wochenende für dieses Jahr eingestampft, bzw. auf Eis gelegt. Meine Selbständigkeit rollt ordentlich an und fordert auch ihre Zeit ein (das haben Brot-Jobs nun mal so an sich), da sollte man sich auf die wirklich wichtigen dinge konzentrieren. Heißt auch: Keine weiteren Kurzgeschichten in diesem Jahr. Wenn nicht noch das ultimative (und wirklich kurze!) Projekt dazu kommt. Jaja, die wankenden Entschlüsse.

Wo wir aber bei Kurzgeschichten sind: die erste der insgesamt 4 Anthologien, in denen wir (Stephan und ich) dieses Jahr vertreten sind, ist offiziell erschienen: „Ley Lines und weitere mystische Momente“ ist der Titel der London-Anthologie aus dem Ulrich-Burger-Verlag, in der wir mit „A London Bridge Experience“ vertreten sind und die ein wirklich schickes Vorwort von Christoph Marzi erhalten hat. Neben unserer sind Geschichten von insgesamt 15 weiteren Autoren enthalten, die alle eben eines gemeinsam haben. Sie spielen in London. einem etwas anderen London. Einige der autoren kenne ich – und kann die Sammlung schon deshalb empfehlen. Ich hoffe, unsere Exemplare treffen bald ein, damit ich das vielleicht sogar noch mit in den Urlaub nehmen kann.

Im Urlaub bin ich in einer Woche dann mal. Schon lange geplant und nach dem ganzen Umzugsstress jetzt wirklich nötig. Falls „Ley Lines“ nicht rechtzeitig eintrifft, wird mich „Die Götter von White Chapel“ von S.M. Peters begleiten. Auch so ein Rezensionsexemplar. Die ersten paar Seiten lesen sich schon nach richtig fettem, echtem Steampunk. Lecker!
Und allen, die steampunkige Bilder mögen, sei inzwischen Greg Peltz ans Herz gelegt. Steampunk meets Star Wars. Sehr schick.

Und vielleicht weiß Vodafone bis dahin, warum sie mir zum dritten Mal eine DSL-Box geschickt haben und ob sie die wieder zurück haben wollen. Dort weiß die Linke noch immer nicht, was die andere Linke tut (zwei linke Hände haben sie ja anscheinend auf jeden Fall) Bezahlen werde ich die auf keinen Fall. Soviel ist mal sicher. Pappnasen…

Und jetzt wird wieder was gearbeitet. Schöne Woche allerseits.

*Seien wir mal realistisch: Es sollte eigentlich heißen „der deutschsprachigen Fantasy“.

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