Cthuloides in den Wänden: Anthologien, RPC 2011 und Vader-Kopien

Ein Kurzes Status-update. Diesmal mit:
Weiteren Anthologie-Beiträgen von TS Orgel, einigen Kurzen Gedanken zum Passat-Spot mit Klein-Vader und Neuem zum Thema Umzug.

Fangen wir mit dem Umzugsthema an:
Wir sind noch mitten am Renovieren. Tapeziert ist jetzt alles , was tapeziert werden soll, die Böden werden ohnehin nur zum Teil abgeschliffen, haben also noch etwas Zeit und Vodafone hat mir zumindest mal das neue DSL-Modem pünktlich geliefert. Ich bin gespannt, ob sie mir das DSL ebenso pünktlich anklemmen. Ich glaube noch nicht ganz daran, wenn ich an das DSL16.000 -> DSL 6.000-Debakel bei der Bestellung denke. Ich kann es mir nur so erklären, dass Vodafone ein treuer SAP-Kunde ist. Nur SAP ist dermaßen unglaublich unflexibel, dass eine einmal (falsch) eingegebene Bestellung nicht korrigiert werden kann. Man darf also gespannt sein.


Dafür haben wir jetzt (sehen wir vom Keller noh mal ab) fast alles Cthuloide aus unseren Wänden entfernt und durch eine zeitgemäße (und gesetzlich zulässige) Elektroanlage getauscht. Das war ein Stück arbeit – aber es musste sein. Hat aber gut 4 Tage länger gedauert als geplant. Dienstag die letzten Handgriffe daran, dann sind wir eigentlich bezugsfertig (bis auf’s Internet, klar). Aber mal ehrlich – die dort bisher noch laufende Verkabelung gehörte nicht nur dem aussehen nach zu den Großen Alten. Ich sag nur: Leinenummantelte Kabel in papierausgekleideten Blechkabelschächten. Schick.
Wir sind noch ein paar Tage beschäftigt, der Umzug kann aber planmäßig stattfinden (und rund 50% unseres Krempels ist bereits umgezogen).

***

Cthuloid geht es weiter:
Nachdem wir jetzt die offizielle Bestätigung erhalten haben, dass wir (Stephan und ich) mit unserer Geschichte „Wo die Straße dunkel ist“ in der Cthulhu-artigen Kurzgeschichtensammlung aus dem Hause Torsten Low (Arbeitstitel „Sie finden das Grauen“ – Ich hab’s ja bereits berichtet) gelandet sind, kamen diese Woche die Bestätigungen, dass gleich zwei weitere unserer Kurzgeschichten Platz in zwei weiteren Anthologien gefunden haben. Beide gehen jetzt ebenfalls noch in die Lektoratsphase, erscheinen aber noch in diesem Jahr.

Zum einen ist die eine (immerhin gut 60 Seiten lange) Geschichte „Narrheiten“ in einer Clockpunk-Anthologie, in der z.B. auch Andrea Bottlinger vertreten sein wird. Ein schönes Thema: Ähnlich wie Steampunk- nur zu Zeiten des Herrn DaVinci und damit nicht mit Dampfkraft, sondern mit Uhrwerktechnologie. Das ist so spannend, dass bei der Recherche dazu eigentlich gleich zwei Romanideen auf Halde geblieben sind. Aber ich denke, Clockpunk braucht noch ein wenig, bevor man sich da an einen Roman trauen darf. ;)

Zum anderen haben wir es mit der (wirklich recht kurzen) Geschichte „A London Bridge Experience“ in die neue Anthologie aus dem Verlag Ulrich Burger geschafft. Das Thema war „mysteriöses London“. Kurze Geschichten rund um die neblige Stadt – Urban Mystery sozusagen. Das gute Stück hat wirklich Spaß gemacht.

Und schließlich sind wir gerade nochmal am Feinschliff für die Leseprobe(n) unseres aktuellen Manuskriptes. Es geht einfach immer noch ein wenig besser. Und wir müssen wirklich mal an unseren zwei Word-Versionen schrauben. Dass die Dinger unterschiedliche Anführungszeichen machen ist tatsächlich nervig.

Es geht also voran – und ob wir es in diesem Jahr noch schaffen, an einer weiteren ausschreibung für Kurzgeschichten Teilzunehmen, wissen wir gerade nicht. Vier in einem Jahr zur Veröffentlichung anstehende sind eigentlich schon mal ganz gut. Für April. *g*

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Im Mai haben wir übrigens noch einen wichtigen Termin: Die RPC – die Role Play Convention in Köln.
Auf dieser sind wir nämlich eingeladen,das Samstägliche Lesepanel im Lesecafé von WerkZeugs zu eröffnen – gleich um 11 Uhr. Perfekter Platz für Newcomer dort. ;)
Und als einstieg und anwärmer für den steampunklastigen Anfang des Programms gerade recht. Denn direkt nach uns liest Oliver Graute von Feder&Schwert aus dem neuen Steampunk-Kracher „Die Götter von Whitechapel“, gefolgt von Bernd Perplies, der aus seinem „Magierdämmerung lesen wird. Und danach kommen Tommy Krappweis, Markus Heitz, Christoph Hardebusch und Wolfgang Hohlbein. In der Reihe les‘ ich Steamtown doch gern. ;)

Also vormerken: Samstag, der 7. Mai 2011 auf der Messe Köln, RPC, Lesecafé WerkZeugs: Steamtown.
Hier kann man sich das Programm als PDF herunterladen.

Kollege und Steamtown-Mitbetreiber Carsten Steenbergen ist auf jeden Fall dort und wird aus Steamtown I – Die Fabrik lesen,  ein wenig dies und das und außerdem jenes dazu erzählen. Woher, warum und vor allem auch: Wohin. Wohin es mit Steamtown gehen wird, haben wir uns nämlich in den letzten Wochen dann doch mal ausgetüftelt.
Da kommen uns Neuigkeiten wie die Eröffnung des Kindle-Stores natürlich gerade Recht, über den auch Kollege Bellem ausführlich berichtet. Was schön ist, weil ich’s mir dann sparen kann. ;)
Und wenn wir es irgend schaffen und einrichten können, dann werden auch Stephan und ich dort sein und in diesem Fall dann selbstverständlich auch lesen. Oder zumindest dumme Kommentare abgeben.
Und in diesem Fall klappt es vielleicht dann auch endlich mal mit dem Interview mit Tommy Krappweis für die Phantastik-Couch. Sonst muss das, entgegen meines Versprechens, meine Chefredakteurin Eva Bergschneider selbst und allein machen. Und das wäre nicht nur ärgerlich, sondern auch ein wenig peinlich.

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Nächstes Thema: Klein-Vader und der Passat-Spot vom Superbowl.
Das Ding ging ja weit durch die Presse und die Blogosphäre – und zu Recht: er ist wirklich gelungen, subtil, perfekt gespielt und generell eine der wenigen großartigen Werbungen zur Zeit. Und das ganz ohne Worte. Den hier meine ich:

httpv://www.youtube.com/watch?v=onhaEH16Mb0

Und er ist gleichzeitig ein hervorragendes Beispiel, wie man einen derart gelungenen spot mit einfachsten Mitteln versauen kann.
Denn wenn man sich die jetzt im Deutschen Fernsehen laufende Version anssieht, bleibt man an einigen kleinen, ubtilen, jedoch entscheidenden Unterschieden hängen. Na, eigentlich stolpert man ganz böse darüber.

httpv://www.youtube.com/watch?v=_Ut1Ak7zOeE

Nicht nur, dass er aus rein technischen Gründen den Hauptclou durch ein müdes Licht ersetzen muss. Dafür können die deutschen Werber ja nichts.
Aber nein, sie mussten auch noch auf Krampf ein Geräusch daraufbasteln – dann aber den Satz „Das gehörte Geräusch entspricht nicht dem der Leaving home – Funktion.“ nachschieben. Weil deutsche Werberezipienten schließlich grundsätzlich strunzdumm sind und alles mit dem Holzhammer erklärt bekommen müssen. Das macht die subtile Schönheit des Spots so richtig schön platt zur Sau.

Gelungen dagegen die Marvel-Adaption, die jetzt als Werbung für den kommenden Thor-Spielfilm läuft.
Auch wenn der kleine Lord Helmchen ungeschlagen in seinem Knuddelfaktor (und seinen darstellerischen Fähigkeiten) bleibt – als Persiflage und themengerechte Umarbeitung ist dieser Spot wirklich gelungen. Ich musste tatsächlich grinsen. *g*

httpv://www.youtube.com/watch?v=EPNjWWQqWCA

Wenn man schon abwandeln muss, dann aber richtig.

So, Frohe Ostern allerseits.
Olli, ich hoffe, das war dir jetzt lange genug Headliner. ;)

4 comments for “Cthuloides in den Wänden: Anthologien, RPC 2011 und Vader-Kopien

  1. 23. April 2011 at 10:59

    Och, Papier isoliert doch völlig ausreichend! Ich möchte nicht wissen, wie viel Blindstrom die zwangsläufig mit dieser Verlegung produziert haben…

    Der englische Vader-Spot ist um Längen besser, weil er kürzer ist. Und Thor treibt die ganze Sache logisch auf die Spitze :D. Nur habe ich Blindfisch in den Clips irgendwie den Teil mit dem Disclaimer nicht mitbekommen?

    Tja, zurück an die Arbeit. Frohe Ostern.

  2. Tom
    23. April 2011 at 22:17

    Hoi Thea.
    Der Disclaimer ist nur in der deutschen Version, ab 0:32.

    Und genau genommen hat er noch ein Komma, lautet also:
    „Das gehörte Geräusch entspricht nicht dem, der Leaving home-Funktion.”

    Wobei der englische/amerikanische Spot auch in mehreren Längen existiert.

  3. Martin (Scaara)
    30. Mai 2011 at 12:54

    Also wenn ich mir dein Foto der offnen Steckdosen so angucke, sehe ich immerhin Kupferkabel, ich wohne noch in einem Altbau (nicht saniert) in dem Aluminiumkabel rumoxidieren. :)

    • Tom
      30. Mai 2011 at 14:09

      Na, das Haus ist Baujahr ’56. Schlimmer konnte es da nicht werden – aber die meisten Kabel auf dem Bild sind auch schon jünger. Die ältesten sind die beiden leinenummantelten. Aber auch schon Kupfer, ja.
      Aber inzwischen ist alles ordnungsgemäß modernisiert und abgesichert. Das fühlt sich doch besser an.

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