WordPress-Gang und Wesley Crusher

Ein längst überfälliges update.

Mal wieder.
Ja, ich weiß, das ist gar nicht gut für die Besucherstatistiken meines Blogs. Es ist auch nicht gerade nett, was meine regelmäßigen Leser angeht.
Aber momentan sind meine Tage derart vollgestopft, dass ich mir schlicht dreimal überlegen muss, ob ich noch schnell einen Blog-Eintrag schreibe oder nicht doch noch eine der vielen liegen gebliebenen Sachen anfasse. Und im Zweifelsfall gewinnt Manuskript vor Blog. Oder Familie vor Blog. Oder – was derzeit häufig vorkommt – Arbeit vor Blog. Dann ist mir zusätzlich bloggen schlicht zuviel Arbeit.

Nichtsdestotrotz habe ich diese Woche geschätzte 4 Stunden damit zugebracht, diese meine Seite zu warten. Beziehungsweise damit, zu warten, um dann letztendlich doch nichts zu warten. Warte mal… worauf wollte ich raus…
Ah, genau.
Ich habe der Versuchung und den freundlich formulierten, wiederkehrenden Aufforderungen von WordPress, meinem CMS von nebenan, endlich nachgegeben.
Was bedeutet: ich wollte die netten, farbigen Meldungen („WordPress 2.9.1 is here. Please update now.“ – „Download Update: Yes or Yes?“ – „Update already, goddammit!“) endlich loswerden. Und als MAC-affiner Mensch vergisst man gelegentlich, dass nicht alles so einfach ist, wie der Ausdruck „5-Minuten-Installation“ vorgaukelt. Fünf Minuten mal nicht aufgepasst und unvorsichtig gewesen (und das update heruntergeladen) und schon hatte mich die WordPress-Gang am Kragen.
Glücklicherweise bin ich diesmal schlau genug gewesen, wirklich ein komplettes Backup zu machen, bevor ich mit der Update-Installation angefangen habe. Als MACianer ist man da leider gewöhnlich verwöhnt und denkt an so etwas gar nicht. War aber eine gute Entscheidung.
Etwa 30 Minuten später durfte ich feststellen, dass mich mein Blog nun nicht mehr lieb hat. Rund 30 weitere Minuten guten (und weniger guten) Zuredens später habe ich dann für diesen Tag aufgegeben, um nach abschließenden 40 Minuten das gute alte WP 2.7 und meinen Blog zurück zu haben.

Das war Sonntag. Dienstag dann das Spiel von vorn – mit der Erkenntnis, dass eine ganz bestimmte Fehlermeldung (nämlich internal Error 500, falls es jemanden interessiert) der humorige Code von WP 2.9.1 dafür ist, dass ich alles RICHTIG gemacht habe. Operation gelungen – Patient tot.
Nach weiteren 1,5 Stunden lief dann auch Dienstag Nacht WP 2.7 wieder. (Und das bleibt jetzt erstmal so. Aber das nur nebenbei.)

Nun habe ich natürlich gemutmaßt, ich sei a) zu blöd, b) zu verwöhnt) oder c) zu ungeduldig mit meiner alten, vollgestopften Seite und Datenbank.
Also habe ich stattdessen die technische Basis für die neue Steamtown-Seite mit WP 2.9.1 aufgesetzt. Jungfräulich und ohne Datenbankinhalte, so dachte ich, sei das jetzt nun wirklich einfach. Ich dummer, argloser Apple-User, ich.
Stand der Dinge: Ja, die neue Steamtwon-Seite ist in WP 2.9.1 aufgesetzt. Läuft sogar (nach rund 2,5 Stunden „5-Minuten-Installation“. Was allerdings, das muss man WP zugute halten, zum Teil auch dem Anlegen der neuen MySQL-Datenbank, etc. zu verdanken war).
Eigentlich war es ganz einfach. Man musste nur wissen: Wenn auf dem Bildschirm nichts mehr steht – dann ist die Installation gelungen. Das, was du dort gerade nicht siehst, sind deine neuen Zugangsdaten, um den Rest von dem, was du nicht siehst, jetzt auch benutzten zu können. Mach dir nichts draus. Tu einfach so, als hättest du dein Passwort vergessen. Dann schickt dir das System ein neues (auf die blind eingegebene Mail-Adresse) und schon kannst du rein. Den Trick, wie ich das unsichtbare Dashboard sichtbar mache, habe ich auch schon raus. Es geht also voran.
Und nein, es liegt weder an meinem iMac, noch an mir. Meine beiden Kollegen Stephan und Carsten sind beide PC-User (und Carsten ja immerhin ITler) – dort sieht es nicht besser aus. Ich bin begeistert.

Immerhin haben wir es gestern geschafft, endlich mal wieder eine Telefon- (bzw. Skype-) konferenz zur Zukunft von Steamtown abzuhalten.
Die grobe Richtung für Gestaltung, Inhalt und Fortschritt steht jetzt fest. Es wird sich also nur noch um Wochen handeln. Realistisch betrachtet wird es wohl nach der Buchmesse im März frisch mit der Fortsetzung des Projektes losgehen. Wobei wir allerdings auch vorher schon die eine oder andere Information durchsickern lassen werden. Es lohnt sich also vermutlich, auch in der Zwischenzeit dran zu bleiben.

Apropos Zwischenzeit:
In der Zwischenzeit nutzen wir alle drei so viel Zeit wie möglich, um an anderen Sachen zu arbeiten, die da vor allem Manuskripte heißen. In Stephans Fall zusätzlich noch Bachelor-Thesis. So was bremst natürlich auch. Das heißt, unsere Steamtown-Pause wird massiv für andere Projekte genutzt. Wobei wir hoffen, bis Anfang März mit unseren Skripten durch zu sein. Was wiederum bedeutet, dass ich auch in den nächsten Tagen eher wenig Zeit zum Bloggen verwenden werde und mehr darauf, Sinnvolleres zu schreiben. Es bedeutet aber auch, dass wir unsere Projekte massiv ausgedünnt haben. Einen Satz Leseprobe und Exposé, die bereits fertig sind, nochmal überarbeiten, eine (längere) Kurzgeschichte schreiben und an einer weiteren Leseprobe samt Exposé (im Bereich der eher klasisch-heroischen Fantasy. Ness Rools lässt übrigens grüßen.) feilen – mehr wird es bis März wohl nicht werden.
Nicht, wenn ich meinen Day-Job samt bevorstehender Messe-Zeit ordentlich machen will und nebenbei wenigstens ein, zwei Stunden von unserem Nachwuchs haben will.

Das resultiert übrigens auch darin, dass ich derzeit weniger lese, als in meinem gesamten Leben zuvor (wenn man die ersten ca. 7 Jahre mal nicht mitzählt).
Ich brauche fast zwei Wochen für einen Roman. Das war noch nicht mal zu Zeiten meines Diploms der Fall. Insofern kann ich es gerade verschmerzen, dass ich weder Olli Dierssens „Fledermausland“ noch Thomas Plischkes „Die Zombies“ bislang erhalten habe. Ich möchte zwar beides lesen – aber momentan wüsste ich gar nicht so genau, wann. Das nächste mal besteh‘ ich auf Hörbüchern. Ich lerne gerade, die Dinger zu schätzen. Besonders bei den derzeitigen, winterlichen Straßenverhältnissen ,wo aus einem Arbeitsweg von 20 Minuten schnell mal das dreifache wird. Wenn die Tachonadel die 20 nicht mehr erreicht, weil vor einem ein spanischer Lastzug mit Weiß-Phobie und Sommerreifen über die Bundesstraße zuckelt, dann kann man schon mal den einen oder anderen Roman hören.

Ach ja, Wesley.
Ich habe heute seine Homepage entdeckt.
Genauer gesagt, nicht die Homepage des von uns allen ehrlich verabscheuten 90er-Jahre-Weicheis Wesley „Muttersöhnchen“ Crusher, sonder ndie seines Schauspielers und Autoren, des ziemlich amüsanten Wil Wheaton. Der, wie wir alle, älter geworden, dabei aber (im Gegensatz zu den meisten von uns) ein unverbesserlicher Geek ist. Auf ihn gekommen bin ich allerdings durch den immer wieder lesenswerten Webomic „Goblins“ des Kanadiers Tarol Hunt, wo Wil in der neuesten Episode von „Tempts Fate“ einen Gastauftritt hat. Gelungen, wie ich finde.
Man kann direkt Mitleid mit ihm haben. Wenn man schon mit einer rolle oder Leistung identifiziert wird, dann doch lieber wie Bruce Willis mit z.B. John McLane oder Douglas Adams mit „Per Anhalter durch die Galaxis“. Aber doch nicht mit Wesley Crusher! Arme Sau…

wil_wheaton_typepad

So, genug für heute. Schönen Freitag und schönes Wochenende schon mal.

3 comments for “WordPress-Gang und Wesley Crusher

  1. 5. Februar 2010 at 13:17

    War die Rolle des Wesley Crusher nicht ursprünglich als Mädchen geplant? Also wenn das nicht nur ein Gerücht ist, ist klar, wieso man sich von so einer Rolle nie wieder richtig erholt.

  2. Tom
    5. Februar 2010 at 19:47

    Zumindest kenne ich dieses Gerücht auch, ja.
    Es erklärt eine Menge, wenn damals nur das Geschlecht der Rolle, nicht aber der Rest des Scripts geändert wurde.
    Wesley ist immerhin einer der Hauptgründe, warum ich TNG nie wirklich mochte. (Die anderen beiden sind Councelor und Nummer 1, bei denen ich mich nie entscheiden konnte, wen von beiden ich nervtötender und damit würdig des Platzes 2 hinter Wesley finden sollte. Ich glaube, ich hätte sie beide auf 2 setzen und 3 (bis ca. 67) frei lassen sollen).

  3. Tom
    5. Februar 2010 at 20:11

    Auch nett. Ich mag diese Zufälle:

    Wie dieses Bild hier.

    Das sind Amanda Palmer, Sängerin und Verlobte von Neil Gaiman, deren Sachen ich auf YouTube abonniert hatte, bevor ich wusste, dass sie mit Gaiman zu tun hat. Einfach, weil ich sie amüsant finde.

    Wil Wheaton (Genau der. Schon wieder).

    Felicia Day, die Frontfrau der legendärten VidCast-Serie „The Guild“ die seltsamerweise meine Bookreviews auf Goodreads zu lesen scheint (warum sonst sollte sie sich dort mit mir verkontaktieren. Abgesehen davon, dass sie wohl selbst keinen Kontakt ablehnt. Schauspieler… *g*).

    und Neil Gaiman, dessen Blog und Bücher ich wiederum seit Jahren lese (genauer: seit er 1990 mit Pratchett zusammen „Good Omens“ geschrieben hat), weil er einer meiner favorisierten Autoren ist.

    Wil Wheaton sticht da irgendwie raus. Er ist der in der Runde, dessen Arbeit ich nicht gemocht habe. *g*

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