I’m not a cereal killer – Buchmesse: Deleted Scenes

Bevor ich das Thema wieder fallen lasse, noch einige Schnipsel und Restposten an Nachrichten rund um die Buchmesse.

Da ist zum einen mal „Des Teufels Maskerade“ (das ja, wie schon berichtet, das irgendwann im Lauf des Jahres das vorangestellte „Auf“ verloren hat) von Victoria Schlederer. Offiziell vorgestellt und ab jetzt erhältlich. Naturgemäß sollte ich jetzt wohl die Rezensionschreiben, für die Phantastik-Couch. Das werde ich gleich mal noch anmelden.

Bei dieser Gelegenheit ist mir gleich noch der Roman des – um… Drittplatzierten? … wie auch immer. Jedenfalls der Roman eines der anderen 4 Finalteilnehmer beim Heyne-Autorenwettbewerb. Und zwar nicht Platz 2. Um so schicker, dass Oliver Dierssen sein „Fledermausland“ ebenfalls unterbringen konnte. Und der Bart auf dem neuen Autorenportrait steht ihm auch. *g* Gratulation.

Was mir auch über den Weg lief, sind Band 2 und 3 von Bernd Rümmeleins „Kryson“. Und zwar sowohl groß präsentiert als Buch, wie auch als Hörbücher mit beinahe einem eigenen Stand (zumindest sah es fast so aus. Bernd selbst habe ich aber nicht gesehen, vermute aber, dass er auf der legendären Hohlbein-das Musical-Party war. Muss man ja wohl, wenn man den Hohlbein-Preis gewonnen hat.

Wen ich leider auf der BuCon nicht getroffen habe, war Uwe Post, mit dem ich mich gern unterhalten hätte. Er hat dort gelesen. Das habe ich leider verpasst – und dann war er nirgends aufzufinden. Fand ich verdammt schade. Was auch bedeutet, dass ich Nadine Boos

im_not_a_serial_killer_dan_wells1Außerdem habe ich an beiden Tagen die genialen Pins zu Dan Wells Bestseller „I’m not a serial killer„, mit denen sie alle herumliefen, bewundert.
Auf dieses Buch bin ich sehr gespannt – schon weil ich seit Jahren den Podcast „writing excuses“ von Dan, Brandon Sanderson und Howard Tayler wirklich regelmäßig höre und als Abo in meinem iTunes habe.
Die Erkenntnis, dass ich es dabei versäumt habe, mir selbst einen Pin zu besorgen, kam mir erst am nächsten Morgen beim Frühstück und dem hier titelgebenden, dämlichen Wortspiel.

Was mich darauf bringt, dass Apple seit gestern die neue Kollektion an Rechnern vorstellt. 27 Zoll iMac mit Quad-Core, 16 Gig Arbeitsspeicher und 2 Terrabyte Festplatte, inklusive Maus mit integriertem Track-Pad… ich glaube, ich sabbere gerade.
Leider, und das ist der einzige Wermutstropfen: Noch immer kein netBook dabei…

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Okay, weitere Messeberichte:

Der Heyne-Blog, mit Tagebuchauszügen von Christoph Hardebusch und Boris Koch

– Andrea und ihre Berichterstattung im Katastrophengebiet natürlich

Frontbericht von Bernd Perplies

– Die Kurzfassung von Falko Löffler

– eine etwas längere Version im Geisterspiegel, inklusive BuCon-Bericht (mit Foto von mir. yay.)

– der Bericht von Yitu auf seinem Blog (Mist. Schon wieder ich. *g*) Für den müssen wir jetzt unbedingt noch das Interview fertig machen.

– die Nachbereitung von Thea

– die Einsichten von Klaus N. Frick

– ein kurzer Rückblick vom Zauberspiegel online

… ach, da gibts noch mehr… viel Spaß beim Suchen.

Ach ja, zur Buchmesse Con nochmal: Hier sind noch die Ergebnisse des Deutschen Phantastikpreises 2009.

Damit kennen wir jetzt alle die Gewinner des DPP (obwohl – wie wir wissen, sind ja alle nominierten auch Gewinner. Die Presse macht bekanntermaßen ja keinen Unterschied zwischen Nominierung und Gewinn. Das haben zumindest Carsten und Chris schon (nicht unerfreut) feststellen dürfen.
Andere gehen gar so weit, und schreiben ihre Nominierung ganz groß als Werbung auf ihr Buch. So kann man es auch machen. *g*

Was mich bei der Präsentation vor der großen Leinwand vielleicht noch ein klitzekleines Bisschen mehr gefreut hätte als der ewig gleiche, einfallslose Schriftzug hinter den Moderatoren wäre ein wenig was für’s Auge gewesen.
Wobei ich natürlich jetzt nicht über die Attraktivität von Hermann Ritter und Mike Hillenbrand urteilen will (ich bin nicht Zielgruppe. *g*). Ich möchte auch nicht darauf hinaus, dass eine leichtbekleidete, äußerst blonde Mitmoderateuse wie Iulia Igel eineninteressanten Kontrapunkt hätte setzen können.
Nein. Aber ich denke, bei einem Preis wie dem „Deutschen Phantastik-Preis“ hätte man ein wenig phantasievoller sein können – und bei einem Veranstalter, der zufälligerweise „Science Fiction Club Deutschland“ heißt, hätte ich persönlich ein wenig mehr Technik-Affinität erwartet.
Im Ernst: wenigstens eine schnöde PDF-Präsentation hätte drin sein können. Ein Vorstellen der prämierten Werke im Hintergrund, samt nebengestelltem Autorenportrait vielleicht, statt der zwei (in Zahlen: 2 !!!) etwas verranzten Bilder, bzw. der kaum lesbaren Sieger-Website. Also bitte! Wenn ihr so cool seid, dass ihr eine Netzverbindung aufbaut, dann könntet ihr auch fähig sein, eine Präsentation zu machen.
Vielleicht, ohne die Toolbars des Rechners (immerhin: Safari, Firefox, Thunderbird – nirgendwo der MS-Schrott. Löblich) zu zeigen. Aber da will ich mal nicht zuviel verlangen.
Diese simple PDF-Geschichte hätte zumindest ich in Zeiten der selbsterstellten YouTube-Videos mittels iPod und der 3D-Animationen auf Opas Familienfest eigentlich zumindest in Ansätzen erwartet.

Ich stelle zwar immer wieder fest, dass es kaum Menschen gibt, die so wenig Neuerungen gegenüber aufgeschlossen sind, wie Tekkies und Hardcore-Science-Fiction-Fans – aber selbst dafür war es wirklich wenig. Das gibt, tut mir leid, ein ganz dickes Minus.

Ohne Hermann und Mike könnte man die Preisverleihung auch gleich ganz lasen. Für’s Auge jedenfalls ist sie nach wie vor nichts.

So, damit reicht das für mich jetzt erstmal zu diesem Thema.

Letzte Worte noch:

Beim Nachlesen, wen ich da eigentlich alles so getroffen habe, habe ich zum ersten Mal das Projekt der Autorin Carolina Möbis entdeckt.
Mit ihr habe ich mich auf dem Galaktischen Forumstreffen glänzend unterhalten – und sie gleich noch mal am nächsten Tag auf der Bucon getroffen.
Was ich dabei nicht mitbekommen hatte (warum sagst du auch nix!), war, dass sie selbst einen Online-Fortsetzungsroman (inklusive Leser-Abstimmungen zum fortlauf der Geschichte!) betreibt.
Und das Ding, das sich „Die Memmen des Meeres – der Corona-Fortsetzungsroman“ nennt, finde ich richtig amüsant. Also: Reinlesen!
(außerdem hat die Frau einen Wikipedia-Eintrag. Jetzt bin ich neidisch. Ich glaube, es wird Zeit für einen für Steamtown, oder? *g*)

Apropos Steamtown:
Ich weiß, ich muss noch eine Kapitelzusammenfassung als PDF einstellen. Das folgt so bald wie möglich. Derzeit ist meine Zeit wirklich eng – und am Wochenende bin ich auch noch weg.
Aber wie gesagt: So bald wie irgend möglich.

Ich wünsche eine gute Nacht.

10 comments for “I’m not a cereal killer – Buchmesse: Deleted Scenes

  1. 22. Oktober 2009 at 05:50

    Bezüglich DPP und Präsentation. Die hatten vor zwei Jahren oder so mal irgendwas ganz schickes mit Filmchen und allem. Dadurch hat die Preisverleihung so lang gedauert, dass sie es dann beim nächsten Mal wieder gelassen haben.

  2. Tom
    22. Oktober 2009 at 08:17

    Das habe ich mitbekommen, ja.
    Abr bei jedem Preisträger Bild seines „Produktes“ und eventuell auch ein Portrait einzublenden (statt dem lieblosen Schriftzug), hätte eine Stunde Arbeit im Vorfeld und keine Sekunde mehr bei der Präsentation gekostet und wäre was für’s Auge gewesen, das ein wenig professioneller gewirkt hätte.
    So hätten sie’s eigentlich auch mit einem bemalten Bettlaken machen können, wie wir früher in der Schule.

    Was ich gleich revidiere, da wir das damals aufwändig mit Dias projiziert haben. Nix Bettlaken. Und das schöne daran wäre ja, dass es nicht einen Cent mehr kostet, als ds, was sie hatten.
    Von etwas, das sich „Deutscher Phantastik-Preis“ nennt, erwarte ich eigentlich ein wenig mehr Mühe und… na eben: Phantasie.

    Man sollte auch bedenken, dass da Professionelle Medienvertreter sind und der DPP ja auch den Anspruch hat, ernst genommen zu werden. Denke ich zumindest.

    Aber das mag berufsbedingt sein.

  3. 22. Oktober 2009 at 23:12

    Und ich gehöre mal wieder zu denjenigen, die sich diesen Spaß haben entgehen lassen.

    Naja, seis drum … irgendwann werd ich da auch noch aufschlagen ^^

  4. Stephan
    23. Oktober 2009 at 08:33

    Mach Dir nichts draus. Die Leipziger Buchmesse hat ohnehin mehr Charme – und ein sehr viel besseres Leitsystem ;-)

  5. Nadine
    28. Oktober 2009 at 17:32

    Hallo Tom!

    Ja, zum nächsten BuCon müssen wir was verabreden, weil immer, wenn ich überlegt hatt, rüberzukommen, war entweder ein Rudel frühstückswütiger Autoren da oder du warst im Gespräch vertieft (mal abgesehen davon, dass ich mich auch nie traue, Leute anzusprechen).
    Leider war ich nach dem Brunch auch in sehr geknickter Stimmung. War nix, auf der Messe, mit meinen Hasardeuren, weil letztes Jahr die groß angekündigten Drachenklingen (zurecht) gefloppt sind und auch für den Jugendthriller hat sich noch niemand gefunden. Wahrscheinlich hätte ich irgendwann gebissen, wenn noch mehr Leute um mich herumgewuselt wären.
    Langsam schaffe ich es, mich auf ein neues Projekt zu konzentrieren, auch wenn das entscheiden schwer fällt. Wahrscheinlich lacht irgenwer, der mich mal über Zombies hat lästern hören, wenn die Geschichte wirklich was wird …

    Mit Uwes Lesung hast du wirklich etwas verpasst, war seine beste bislang. Er bemüht sich im nächsten Jahr wieder um ein Plätzchen. Viellicht klappt es dann ja? Wir hätten gerne einen Tintenzirklertisch zum sammeln in der Mitte angelegt, aber die ganzen Lesungen und Vorträge ließen einem ja kaum 5 Minuten, um zwischen den Räumen mal Hallo zu sagen.

    Der SFCD hat die ja mitveranstaltet und da immer wieder die Bezeichnung „Kaninchenzüchterverein“ auftaucht, hat mich an der Präsentation nur gewundert, dass sie überhaupt mit einem Beamer Erwartungen geweckt haben. Hillenbrand und Ritter höre ich aber auch ohne High Tech immer gerne zu und ich fand es ganz putzig, dass Herr Askani auf die Bühne kam.

    Grüße,
    Nadine(die schon bald aus Untoten und Engeln den ultimativen Roman erschaffen wird! Muahaha!)

  6. Tom
    28. Oktober 2009 at 19:27

    Oh ja.
    Zombie-Vampirengel. Das ist der kommende Trend schlechthin. Hatten wir ja auf der Buchmesse schon festgestellt.

    Ich glaube langsam, das Zombies wirklich langsam aber stark im Kommen sind. Es schreibt ja gerade JEDER was mit Zombies.
    Verdammt. Ich muss schneller schreiben.

    Und was brauchen wir dafür?

    Rischtisch. Hiiiirn…

    (vielleicht sollte ich einfach einen Mr. Ferret-Roman schreiben.
    Aber Steampunk-zombies sind vermutlich schon wieder zu sehr „special interest“, oder? *g*)

  7. Nadine
    28. Oktober 2009 at 21:53

    Klingt entweder nach einem Reißer oder nach einem Kleinverlagsbuch, das mit Mr. Ferret.

    Hirn wird völlig überschätzt … ich denke, die Werzwerge, die nachts zu Blutorks mutieren und zur Sommersonnenwende zu geschmeidigen, vampirisch lebenden Engeln, die holde Maiden anschmachten, die deren Fluch brechen und ihr wahres (magisches) Erbe entdecken, die werden nie out sein!

    Die neue phantastisch! bestätigt nur, was wir in der Podiumsdiskussion gehört haben: Völkerromane ja, aber mit dunklen Schauergestalten. Vielelicht läuten Christophs Werwölfe die Wiedergeburt der Gothic Novels ein? Dazu passt ein wenig dunkler Steampunk richtig gut.
    Bei mir gibt’s keine Zombies, aber meine Viecher könnten als was ähnliches gedeutet werden.

    Leider habe ich eine sehr gute und verkaufbare Idee für einen Nackenbeißer mit ätherischen Wesen. Leider, weil ich Ausschlag bekomme, wenn ich an romantisches Teeniegesäusel denke. Einen einzigen dieser Romane habe ich wenigstens bis zur Hälfte durchgehalten, aber als sie sich dann in die Arme fielen und knutschten, wo sie sich vorher doch so blöd fanden … das könnte ich höchstens als Parodie schreiben.

  8. Tom
    28. Oktober 2009 at 23:35

    Naja. Aber da Christopher Moore schon gute Nackenbeißer-Parodien geschrieben hat (und ich vor allem das Zeug erst einmal zu Recherchezwecken wirklich in größerer Menge lesen müsste, um es zu parodieren), kann man auch das getrost vergessen.
    Mal davon abgesehen, dass
    a) die Leute, die die Parodien schätzen würden, keine Vampire mehr sehen können und
    b) die Leute, die Vampire mögen, keine Parodien schätzen würden.

    Zumindest wäre die Schnittmenge zu klein, als dass sich die Arbeit lohnen würde, fürchte ich.

    Außerdem gab’s das mit den Vampiren und Engeln schon mal. Eine gar nicht so schlechte Comic-Serie namens „Crimson“. wobei das fast schon wieder Lust auf mehr machen würde. http://en.wikipedia.org/wiki/Crimson_(Wildstorm)

  9. Nadine
    28. Oktober 2009 at 23:53

    Du bist ein wandelndes Fantasylexikon, glaube ich langsam ;-)

    Gerade habe ich gesehen, dass Heyne sich den Titel „Die Zombies“ hat schützen lassen. Was die wohl vorhaben?!?
    „Die Engel“ scheinen noch frei zu sein.

    Jup, Parodien gehen nur, wenn sie dann doch ein romantisches Happy End haben.

  10. Tom
    29. Oktober 2009 at 09:55

    Haben sie?

    Dann ahne ich, wer das schreibt.

    Fantasylexikon muss man dazu nicht sein. Die Anzahl der Veröffentlichungen zur humoristischen Fantasy sind bei uns ja, wie wir wissen, doch ziemlich begrenzt. Da ist schnell mal alles gelesen, was es davon gibt. Sehen wir mal von Pratchett ab, schafft man das auf Deutsch erschienene fast in einem durchschnittlichen Urlaub.

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