Zwanzig (+1) Bücher, die mein Leben beeinflusst haben

Ich lese ja immer wieder gern den Blog eines entfernten Verwandten von mir. Entfernt nicht nur aufgrund der Tatsache, dass er in Kalifornien lebt, sondern auch, weil unser nächster, gemeinsamer Vorfahr etwa 8 oder 9 Generationen zurück liegt. Nichtsdestotrotz waren unsere Großväter miteinander bekannt und wir teilen den selben Nachnamen. Zumindest fast (er hat ein „l“ mehr).

atomgewichtJedenfalls lohnt sich sein Blog schon, um einen Blick auf das aktuelle Geschehen in den USA aus Sicht eines „normalen“ Kaliforniers zu werfen.
Es mag natürlich sein, dass Eric eher eine Ausnahme denn die Regel darstellt (und man muss doch bedenken, dass Kalifornien der Staat der USA ist, der in vielen politischen und gesellschaftlichen Belangen uns Europäern wohl am nächsten steht. Oder wir ihm – dass Hollywood uns prägt, lässt sich kaum verleugnen)- aber dieser Blick relativiert vieles, was man so in unseren Medien von über dem Teich mitbekommt.

Heute habe ich dort einen interessanten Gedanken gefunden, dem ich mich anschließen will (schon, weil so was immer wieder Spaß macht. *g*).
Auch hier geht es mir wie Eric: Wenn ich diese folgende Liste nächste Woche schreiben würde, würde sie vermutlich komplett anders aussehen. Es war einfach wirklich ein ziemlicher Haufen, den ich gelesen habe, seit ich es kann und wenn mich nur 10 Prozent davon beeinflusst haben, geht das immer noch in die Hunderte.
Deshalb ist das Folgende auch ohne bestimmte Reihenfolge und nur eine Momentaufnahme – ohne Vollständigkeit oder auch nur die Gewissheit, dass es die tatsächlich prägendsten Bücher (und Geschichten) waren. Und keinerlei Gewährleistung für literarische Hochwertigkeit…. Aus eben jenem Grund auch keine langatmige Erklärung zu jedem einzelnen Buch.

– „The Science of Discworld“ – Ian Steward, Jack Cohen, Terry Pratchett

– „Harka“ – Lieselotte Welskopf-Henrich

– „The One Thousand Dozen: And Other Stories“ – Jack London

– „The Hitchhikers Guide to the Galaxy“ – Douglas Adams

– „At Swim Two Birds“ – Flann O’Brien

– „Die wilden Götter“ – Tor Åge Bringsværd

– „Archipel Gulag“ – Alexander Solschenizyn

– „New York liegt im Neandertal“ – E. W. Heine

– „Fool on the Hill“ – Matt Ruff

– „Die Zeit und das Glück“ – Luciano de Crescenzo

– „Das Focaultsche Pendel“ – Umberto Eco

– „Neuromancer“ – William Gibson

– „Small gods“ – Terry Pratchett

– „Enders Game“ – Orson Scott Card

– „Der Schatten des Windes“ – Carlos Ruiz Zafón

– „Das Nibelungenlied“ – unbekannt

– „Die letzte Fahrt der Bark Alexander“ – Rudolf Weiss

– „Die ungelösten Geheimnisse dieser Welt“ – Charles Berlitz

– „Musashi“ – Eiji Yoshikawa

– „Ich und Ich“ – Peter Ustinov


11 comments for “Zwanzig (+1) Bücher, die mein Leben beeinflusst haben

  1. 7. Juli 2009 at 21:53

    Ich glaube es nicht… da ist jemand, der auch die „Söhne der großen Bärin“ gelesen hat? Bei Altelfländern bin ich bis jetzt nur auf Unverständnis gestoßen, wenn ich das Buch erwähnt habe…

    Ender’s Game war für mich nicht so interessant wie „Speaker for the Dead“

    Aber sonst teilen wir große Teile der Liste ;-)

    –Thea
    Herzogenaurach, Germany

  2. Tom
    7. Juli 2009 at 22:37

    Das könnte daran liegen, dass ich kein gebürtiger „Altelfländer“ bin, sondern das Lesen dort gelernt habe, wo Frau Welskopf-Henrich wesentlich bekannter war.
    ;)

  3. 7. Juli 2009 at 22:44

    Und an ihren Kinderbüchern sollt ihr sie erkennen :D

    –Thea
    Herzogenaurach, Germany

  4. 8. Juli 2009 at 10:10

    Es ist mir immer nochein Rätsel, wie man es schafft, Musashi bis zum Ende durchzulesen.

  5. Stephan
    8. Juli 2009 at 11:07

    @Andrea: Das Gleiche kann ich über den „Herrn der Ringe“ sagen, der mich insofern geprägt hat, dass es das einzige Buch ist, das ich nie zu Ende gelesen habe (bzw. hatte. Zirka 12 Jahre danach habe ich es vor drei Jahren dann doch noch geschafft)

    Als besonders prägendes Buch möchte ich an dieser Stelle mal diesen Geheimtipp hier vorstellen: „Das Blaue vom Himmel“ von Hannes Hüttner.
    http://www.amazon.de/Das-Blaue-Himmel-Hannes-H%C3%BCttner/dp/377090382X
    Ein echter Fantasy-Hit aus meiner Kindheit, den ich so sehr geliebt habe, dass ich ihn nie wieder lesen werde, aus Angst, mir meine verklärten Erinnerungen kaputt zu machen.

    Ach und ehe ich es vergesse: „Das große Spiel“ von Orson Scott Card muss ich auch zwingend noch erwähnen.

  6. 8. Juli 2009 at 12:35

    @Stephan:

    „Ender’s Game“ und „Speaker for the Dead“ wurden damals (von Bastei-Lübbe?) in einer Gesamtausgabe als „Das große Spiel“ veröffentlicht. Ist also alles das Gleiche ;-)

    Für meine Liste möchte ich dann noch „The Riddlemaster Trilogy“ von Patricia McKillip anführen, und „The Hound and the Falcon“ von Judith Tarr.

    Und natürlich: „The Tough Guide to Fantasyland“ von Diane Wynne Jones. Das *Muss* man gelesen haben, wenn man sich mit Fantasy beschäftigt.

    –Thea
    Herzogenaurach, Germany

  7. Stephan
    8. Juli 2009 at 13:05

    Ups… äh, sag ich doch: Sehr prägend, das Buch. Muss man unbedingt… äh… mehrmals erwähnen ;-)
    (ich kenne es allerdings nur auf Deutsch – und habe bis heute noch nicht einmal gewusst, dass es als so ein großer Klassiker gilt)

    PS: “The Tough Guide to Fantasyland” muss ich mir direkt mal merken. Scheint sich für die Recherche zu eignen (Tom weiß sicher, was ich meine)

  8. Tom
    8. Juli 2009 at 13:26

    Ja, weiß ich.

    Dazu gehört übrigens das von Howard Tayler illustrierte XDM-Handbuch von Tracy Hickman (der übrigens ein Mann ist. War mir auch neu. Hätte ich bei dem Namen jetzt nicht vermutet.). Guckstu: http://www.xtremedungeonmastery.com/

    Deine Geheimtipp ist übrigens so geheim, Stephan, dass ich ihn auch noch nicht gelesen habe. Zumidnest kann ich mich nicht daran erinnern. Erstaunlich, eigentlich…

    Andrea, Musashi war einfach. „Shogun“ oder „Wüstensturm“ von Clavell – DAS ist zäher Stoff! Und hört und hört nicht auf… *g*

  9. pax
    9. Juli 2009 at 16:29

    Das ist eine spannende Mischung!
    Eco, Card, London, Adams, Gibson – ich bin mir nicht sicher, dass sie es wirklich in die 20 schaffen würden, aber auf jeden Fall kämen sie bei mir dafür auch mehr als in Frage. OK, Gibson sehr sicher und bei Eco müsste ich mich nur zwischen dem Pendel und „Der Name der Rose“ entscheiden ;)
    Und sonst sicherlich interessante Leseanregungen, doch …

    • Tom
      9. Juli 2009 at 18:27

      Deswegen habe ich ja auch gleich eingeschränkt, dass das keine Top-20 ist, sondern eine Auswahl, die durchaus auch anders aussehen könnte. Mit etwas Nachdenken käme ich sicherlich noch auf weitere drei, vier Dutzend. Entscheiden kann ich mich da nicht.
      Wobei… Geprägt haben mich die Bücher von der liste der miesen sicherlich auch. Teilweise sicher noch stärker. *g*

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