Man weiß es nicht…

So, als Nachlieferung zum letzten Artikel hier das kleine Schmuckstück. Kennt jemand die Dame, dessen IQ ich mit dem des Erstellers dieser Anzeige (oder so ähnlich) vergleichen soll?

Ich nicht.
Insofern ist die Frage, ob der Test überhaupt aussagekräftig ist. Man weiß es nicht.
Dann schon lieber der Test, wie viele 5-jährige ich in einem Kampf besiegen könnte. Das ist trotz allem aussagekräftiger (27, nebenbei bemerkt. Das halte ich für zu hoch gegriffen. Ich habe mal als Kindergärtner gearbeitet. Schon 14 Fünfjährige können ein echtes Problem sein…).

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Wie auch immer: Hier die IQ-Test-Anzeige:

meiniq Und nun zu etwas vollkommen anderem. Naja. Oder auch nicht.
Die Frage mit dem IQ bleibt irgendwie. Oder zumindest die Frage nach dem Humor. Denn mein geschätzter Bruder hat mich dieser Tage auf diesen Artikel hier im Horizont hingewiesen, in dem die renommierte Agentur Jung von Matt sich im Web zu ihrem Ehrentage betont frisch und frech (bezw mit ihren eigenen Worten: „jünger und infantiler denn je“) präsentiert.

Da sitze ich also davor und denke… naja.
Ich meine, im Grunde handelt es sich um eine witzige Idee.
Wenn sie von Studenten käme, die sich einen Scherz erlauben und ein wenig herumspacken. So Sachen habe ich auch schon gemacht – und es war spaßig, wenn auch vielleicht nur mäßig lustig.
Wenn aber Jung Von Matt das machen, dann ist das… nun… naja.
Man weiß es nicht. Man weiß es nun mal wirklich nicht. Was das soll, ob man das jetzt lustig finden muss, ob man eine Spaßbremse, humorlos oder einfach nur zu alt (oder zu wenig auf Drogen) ist – oder ob man den Witz nicht verstanden hat. Die Preisfrage ist wohl: Versteht den Witz jemand, wenn ich ihn schon nicht verstehe?

Man weiß es nicht…

Und das liegt vermutlich nicht daran, dass ich diese Art von Kunst schon im Studium eher albern fand (und ich meine nicht diese Art von albern, über die ich mich abends beim Bier amüsieren kann). Beziehungsweise im Kunst-LK.
Das ist es nicht (auch wenn ich dabei unwillkürlich daran denken muss, das ich nicht Malerei studiert habe, weil ich mich zu schlecht dafür befunden habe). Ich weiß, dass man über Geschmack nicht streiten kann oder zumindest sollte.
Aber ob eine Millionenetats schwere Werbeagentur damit wirklich beweisen kann, dass sie kreativ, hip und geschmacklich voll auf der Höhe ist?
Wie gesagt – man weiß es nicht.

Man weiß auch nicht, was an der Idee dran ist, dass Heyne sich noch mal aufmerksam durch die vielen zum „Schreiben Sie einen Magischen Bestseller“-Wettbewerb eingesandten Manuskripte blättert, bevor sie eingetütet und von Hand beschriftet die Rückreise zu den aspirierenden Autoren antreten.
Christoph Hardebusch zumindest gibt auf diese Spekulation eher wenig. In diesem Fall bin ich geneigt, ihm und seiner Quelle zu glauben.
Ich hoffe, dieser neue Informationsschnipsel hilft den ewig nach ebensolchen fahndenden unter meinen Lesern jetzt weiter.

Ansonsten muss ich mich endlich mal an die Fertigstellung unseres Poscast-Trailers für Steamtown machen, damit Marc „Bilderbuchstimme“ Schröder ihn endlich einlesen kann.
Mittlerweile hat er uns ja zumindest den Prolog schon mal vertont, so dass ich diesen diese Woche noch auf der Steamtown-Seite zum Herunterladen bereit stellen kann. Der Trailer wird dann ein wenig mehr Arbeit machen. Und in der Zwischenzeit geht es noch an eine Zusammenfassung (so eine Mischung zwischen Exposé und „Was bisher geschah“) der bisherigen Teile, da sich wohl das eine oder andere Hörbuchlabel dafür interessiert und wissen will, was sie da eigentlich genau finden werden und wie es weiter gehen wird. Was eine knifflige Aufgabe ist, da wir es ja selbst noch nicht wissen.
Zudem brauchen wir diese Zusammenfassung auch noch für zwei Illustratoren, die gesteigertes Interesse haben, sich mit ihren Arbeiten zu beteiligen. Was ich besonders schön finde, da es momentan noch genau daran mangelt. Wenn jemand meiner Leser sich eventuell hier verausgaben möchte – herzlich gern. Solange er (sie oder es) besser ist, als ich.
Dabei ist uns übrigens aufgefallen, dass die ersten drei Kapitel zusammen bereits rund 150 Normseiten ergeben. Das ist für knapp über 3 Monate Laufzeit „nebenher“ eine beachtliche Menge, finde ich. Und verblüffenderweise sind wir noch immer innerhalb des gesteckten Rahmens und nicht so weit vom grob skizzierten Plot-Plan abgewichen, dass keine Aussicht mehr auf das von uns anvisierte finale bestünde. Damit war nicht unbedingt zu rechnen. Ob wir das weiter so durchhalten?

Man weiß es nicht.
Ich gehe aber mal stark davon aus.

5 comments for “Man weiß es nicht…

  1. Stephan
    7. Juli 2009 at 09:17

    Ich kann nur 21 Fünfjährige auf einmal besiegen. Was mache ich falsch? Liegt es daran, dass ich bei der Bundeswehr war und daher meine Moralethik stärker ausgeprägt wurde, als die eines durchschnittlichen Zivildienstleistenden? Man weiß es nicht…

    • Tom
      7. Juli 2009 at 14:20

      @ Stephan: Ziemlich sicher sogar hast du bei der Frage gekniffen, ob du einen davon auch als Waffe gegen die anderen einsetzen würdest. Ich kann aber aus Erfahrung sagen, dass das recht wirkungsvoll ist… *gg*

      @Nadine:
      Dass alles gelesen wurde, dem widerspreche ich (schon aufgrund fehlenden Wissens) nicht.
      Nur eventuell nicht jetzt, nach dem Wettbewerb, nochmal.

      Zu Kim Harrison:
      5 oder 6 Bände.
      Für moderne Urban Fantasy aber erstaunlich gut. Ich hab 1-3, der Rest fehlt mir noch. Sind aber spaßige Charaktere dabei.
      Und die fangen ALLE mit „Blut-“ an. Dabei spielen Vampire nur ne Nebenrolle (die Mitbewohnerin der Protagonistin ist halt eine).
      Generell kann ich es eher empfehlen als vieles andere.

      Warum deutsche Titel generell so besch*** übersetzt werden müssen (ich erinnere an „Monstrous Regiment“ zu „Weiberregiment“ – DEM Spoiler-Titel des Jahrzehnts…) ?

      Man weiß es (wieder mal) nicht…

  2. Nadine
    7. Juli 2009 at 13:22

    Also ich kann dir auch aus sicherer Quelle sagen, dass alles gelesen wird/wurde.
    Meins kam gestern zurück und weil es per DHL kam, musste ich es heute morgen bei der Post abholen, was auch gut war, denn dann konnte ich es in der Bücherei auspacken und habe das Buch sofort dem Fantasyregal gespendet – Blurspur von Kim Harrison (Wieviele Bücher mit diesem Titel gibt es eigentlich? Und warum den englischen Titel so schlecht übersetzen?). Da ich das Fantasylektorat habe (bedeutet in der Bib was anderes als im Verlag), habe ich die Spende natürlich angenommen, auch wenn es bedeutet, dass ich die restlichen Bände auch noch kaufen muss, sollte der Band gut laufen …

    Grüße,
    Nadine (die heute keinen IQ hat, weil der Sauerstoff in der Bib dafür zu gering ist)

  3. Nadine
    7. Juli 2009 at 17:03

    Meine Bekräftigung zum Heyne-Wettbewerb war mehr auf die Zweifler gemünzt, als auf dich ;) (Gehen die Zugriffszahlen schon nach oben? Nein? Dann poste schnell mal was zum Arenawettbewerb! http://forum.tintenzirkel.de/index.php/topic,4284.0.html)

    Manche Titelverdrehereien verstehe ich ja, aber „Dead whitch walking“ zu „Blutspur“, wo es doch 100.000 Titel mit diesem Namen schon gibt? … *Schweigen*
    Wenn’s nicht sooo schlecht ist, leier ich meiner Chefin mal mehr Fantasyetat aus dem Kreuz, sonst kann ich mir die Folgebände erst nächstes Jahr leisten.

    • Tom
      7. Juli 2009 at 18:27

      Also ich fand die ersten drei Teile, wie gesagt, amüsant und etwa eine Liga über Patricia Briggs (wenn auch schematisch vergleichbar). Wenn man in dem Sektor schon lesen muss, dann ist sie sicherlich eine der besseren Optionen.

      Aber stimmt – ich könnte auch gleich noch den Putlitzer Preis 2010 ( http://www.putlitzerpreis.de/ – danke, Andrea) erwähnen.
      Genialer Name, übrigens. Da hat sich das Dorf echt mal was Feines als Tourismuswerbung einfallen lassen!

      Unverständlich sind mir übrigens auch die unsäglichen, deutschen Titel der Romane des Erfolgs-Duos Douglas Preston/Lincoln Child. Da wird schon mal aus „A stillife with Crows“ ein „Ritual – Höhle des Schreckens“ oder „The Cabinet of Curiosities“ zu „Dark Secret: Mörderische Jagd“. Schön auch: „Brimstone“ -> „Burn Case – Geruch des Teufels“ oder „The Book of the Dead“ zu „Dark Secret – Mörderische Jagd“.

      Das Schmankerl sind ja die englischen Titel vom deutschen Verlag, die aber mit den englischen Original-Titeln so gar nichts zu tun haben. Und der deutsche Groschenroman-Untertitel gibt diesen an und für sich Oberklasse-Mystery-Thrillern dann den Rest.

      Kann man verstehen – muss man aber nicht.
      Ich frag mich trotzdem, ob da nicht jemand bei Knaur ganz üble Kopfschmerzen hatte, als er auf diese seltsame Idee gekommen ist…

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