31
Mär

Riesenratte, Tanners Flat -

  

rattus horribilis gigantea

Die Riesenratten in den Verkehrstunneln und dem unterirdischen Versorgungssystem des Stadtbezirks “Tanners Flat” unterliegen seit einiger Zeit ungewöhnlichen Mutationen, die sich vor allem in deutlich übersteigertem Riesenwuchs, starker Verformung des Skelettes, unkontrollierter und ungleichmäßiger Wucherung des Fleisches und erhöhter Agressivität bei gleichzeitiger Reduktion des Schmerzempfindens äußern.

Unglücklicherweise scheint einer der Nebeneffekte der Mutation eine nahezu vollständige Resistenz gegen Gifte zu sein, so dass ihre Eindämmung mühsam per Hand geschehen muss.

Von Vorteil ist dabei allerdings, dass die Tanners Flat-Riesenratten im Gegensatz zu ihrer gewöhnlichen Stamm-Art keinen Unterschied zwischen ihresgleichen und anderen Wesen machen. Dies macht sie zu Einzelgängern, die ihresgleichen außer zu Zeiten der Paarung ebenso als Beute betrachten, wie alles andere organische.

Ursprung und Ursache der massiven Mutationen sind bislang vollkommen unbekannt. Das Ministerium hat eine eingehende Untersuchung angeordnet und eine Abteilung der Seuchenkontrollbehörde mit drei Teams zur Eindämmung der Ratten eingesetzt. Bei Sichtung ist unbedingt Abstand einzuhalten und unverzügliche Meldung an das nächst gelegene Polizeirevier oder die Seuchenkontrollbehörde zu erstatten. Nähern Sie sich auf gar keinen Fall gesichteten Exemplaren!

Von einem Verzehr der Tiere oder einer Nutzung von Produkten, die aus Teilen der Tiere angefertigt wurden, wird dringend abgeraten, bis die genaue Ursache der Mutationen ermittelt werden konnte.