Hallo alle zusammen, Leser und Vorleser, Gastautoren, Illustratoren, Kommentatoren, Kritiker und Fans.
Nach einer kleinen Atempause und einem (zumindest was Steamtown betrifft) verlängerten Wochenende hier zuerst ein paar kurze Abschlussworte von mir.
Als wir drei, Carsten, Stephan und ich, uns auf der Buchmesse in Leipzig endgültig dazu entschieden hatten, das Projekt “improvisierte online-Fortsetzungs-Geschichte” in Angriff zu nehmen und uns in so etwas ähnlichem wie verspätetem, jugendlichen Leichtsinn auf einen “drei Mal die Woche”-Rhythmus festlegten, hatten wir keine Ahnung, was auf uns zu kommt.
Das Ganze hätte, ehrlich gesagt, auch ziemlich in die Hose gehen können. Allein die Zeitfenster von nur einem Tag bis zum nächsten “Zug” mögen für einen Webcartoonisten einfach sein (woran ich aber irgendwie auch nicht mehr glaube). Für uns waren sie, mit einer selbst auferlegten Wortzahl zwischen 700 und 1200 recht herausfordernd. Vorsichtig ausgedrückt.
Allerdings auch spannend und interessant genug, um das Ganze trotzdem durchzuziehen - auch wenn wir uns selbst und gegenseitig gelegentlich verflucht haben, wenn es schon wieder Mitternacht war, die Veröffentlichung anstand und man eigentlich viel lieber auf dem Sofa oder im Bett gelegen hätte.
Das Zeitlimit hat uns jedenfalls eine ganze Menge abverlangt - war aber (zumindest für mich) ziemlich lehrreich.
Formulierungen üben, Termine halten, Kritik wegstecken, den nächsten Cliffhanger bauen, drei übermüdete Autoren koordinieren (nicht mal eben so - 8 Monate lang und 8 Kapitel). Drei Mal wöchentlich. Egal, was kommt.
Es hat aber definitiv auch Vorteile. Zum Beispiel keinen jahrelangen Weltenbau, sondern immer wieder Improvisation und aufmerksames Lesen und kombinieren. Auch von Randbemerkungen aus den Kommentaren.
Und nicht zuletzt den unschätzbaren Vorteil der direkten Rückmeldung von euch, den Lesern und Kritikern.
An dieser Stelle noch Mal einen ausdrücklichen Dank an alle Leser, an alle Fans, die uns über die letzten acht Monate die Stange gehalten und unsere Protagonisten begleitet haben. Und einen besonderen Dank an unsere fleißigen Kritiker, deren regelmäßige Anmerkungen uns geholfen haben, Steamtown – und unseren Stil – zu verbessern.
Außerdem natürlich danke an unsere Gastautoren Andrea, Bettina, Chris, Thomas, Bernhard und Nico und unsere “Bilderbuchstimme” Marc, denen wir wertvolle Ergänzungen, Anstöße und Sichtweisen (und einige dringend nötige Atempausen) verdanken, die Steamtown zusätzlich abrunden.
Und natürlich hoffen wir, dass ihr zumindest halbwegs so viel Spaß an diesem Projekt hattet, wie wir.
Bevor ich mich allerdings noch weiter verlabere (es geht schon wieder auf Mitternacht zu):
Das Ende dieser Geschichte bedeutet nicht das Ende von Steamtown.
Wir werden es jetzt bis zum neuen Jahr ein wenig gemütlicher angehen.
Sobald Stephan aus dem Urlaub zurück ist, werden wir uns ernsthaft Gedanken machen, wie, womit und in welcher Form wir Steamtown fortsetzen können und werden. Ein zweites Buch ist sicher nicht undenkbar (und dank einiger offener Fragen ja ohnehin ohne weiteres möglich).
Allerdings gibt Steamtown wirklich noch deutlich mehr her, als das.
Wir können uns also gut vorstellen, noch andere Autoren zu Wort kommen zu lassen – immerhin ist Steamtown eine große Stadt, die Hunderte von Geschichten bietet. Es ist also denkbar, ein paar davon zu erzählen. Und das müssen nicht nur wir tun.
Das könnten, wenn ihr wollt, vielleicht die Gastautoren sein, die ihre angerissenen Geschichten weiter erzählen.
Das können auch andere Autoren sein - und natürlich werden auch wir das eine oder andere beisteuern.
In den nächsten Tagen und Wochen werden wir auf jeden Fall den Fundus von Steamtown, die Encyclopedia vielleicht, oder die Personalakten, erweitern und überarbeiten und uns Gedanken machen, in welchem neuen Gewand wir im kommenden Jahr auftreten. Dann, so der Plan, mit frisch überarbeiteter Website, eventuell (endlich) ein paar ordentlichen Illustrationen (wobei wir auch Fan-Art annehmen. ;) )
Und wir werden in den nächsten Tagen und Wochen eventuell an dieser Stelle noch das eine oder andere erzählen, was uns in den letzten acht Monaten ein- und aufgefallen ist.
Wobei wir uns natürlich auch über Eure Meinungen, Fragen und Kritik freuen.
Ehrlich.
Ich schwör’.
Verbesserungsvorschläge werden dabei genauso gern genommen wie Maneuverkritik oder hemmungslose Lobhudelei. Und nachdem Carsten schon Übung im Autogramme-Geben hat, können wir natürlich auch diese Art von Wünschen erfüllen.
Apropos Wünsche: Die werden auch angenommen. Inwiefern wir darauf dann eingehen können, werden wir sehen - aber bisher haben wir noch alles irgendwie unter gebracht.
So, damit erst einmal eine angenehme Vorweihnachtszeit.
Beziehungsweise zuallererst einmal eine gute Nacht.
Ps: Damit haben wir unser 700-Wort-Limit wieder eingehalten.

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