Hovener Garden. Kaum jemand erinnerte sich noch daran, dass die wunderschöne Parkanlage mit ihrer umfangreichen, exotischen Pflanzensammlung vor wenig mehr als einem Jahrzehnt auf den Überresten einer ministerialen Kaserne aufgebaut worden war. Grand tat es. Schließlich war er einst selbst dort untergebracht gewesen. Der Einstieg zu den unterirdischen Kammern und Gängen war ein Geheimnis, das damals schon eines gewesen war und ihm nur durch einen Zufall offenbart wurde. Nur die wenigsten wussten davon und die meisten davon waren bereits nicht mehr am Leben. Nur Eleonore, seiner Nichte, hatte er es einmal erzählt, als sie noch ganz klein gewesen war und er wusste, dass sie es nicht vergessen hatte.
Er betrat den Park während die Sonne langsam zum Horizont hinab wanderte und dem Himmel einen rötlichen Schimmer verlieh. Eine alte Voliere mit verschnörkelten und rostigen Gitterstäben stand, teilweise zugewachsen, in einer der ruhigen Ecken des Parks und der Pater wandte sich nach einem prüfenden Rundblick genau dorthin. Ein schneller Griff nach dem verborgenen Hebel und eine schmale Tür an der Rückwand schwang knirschend auf, eine dunkle Treppe nach unten freigebend.

Grand trat hindurch und verschloss den Eingang hinter sich. Sofort umfing ihn absolute Lichtlosigkeit, in der die Stufen und alles andere vollständig verschluckt wurden. Mit einer erst zögerlichen, dann routinierten Bewegung befestigte er das Okular aus seiner Tasche an seinem Zylinder. Er hasste es, das Gerät anzulegen, fast genauso, wie er sich selbst dafür hasste. Aber hier unten würde es ihm gute Dienste leisten und er mochte auf diesen Vorteil nicht verzichten. Kaum angebracht, verschob sich seine Sicht in den plasmotischen Bereich und gab ihm den Blick auf die Umgebung frei.
Die Treppe führte nur wenige Schritt in die Tiefe, vielleicht zwei, drei Yards, mehr nicht. Unten, am Ende der Stufen, schloss sich ein trister Gang an, der stur geradeaus führte, bis er irgendwann in einem Endstück mündete, das mehrere Türen bereithielt. Manche öffneten sich zu weiteren Gänge, andere zu kleinen Räumen: Wachstuben, Vorratskammern, leere Zimmer. Der Pater wählte eine davon aus und huschte hinein.

„Du kommst spät, Onkel.“
Die beißende Ablehnung in ihrer Stimme kratzte schmerzhaft an seinem emotionalen Schutzpanzer, den er sich mühsam auf den letzten Schritten angelegt hatte. Ihre nächsten Worte fegten seine Verteidigung in einem Schlag hinfort.
„Musstest du wieder Leute umbringen lassen, Onkel?“
„Eleonore“, schnappte er erstickt nach Luft. „Ich habe nie gewollt …“
„Spar dir deine Entschuldigungen. Ich will sie nicht hören. Und nenne mich nicht Eleonore. Eleonore ist tot. Ich heiße Whiggs.“
Einen Moment herrschte eisige Stimmung zwischen den beiden.
„Also, warum bist du gekommen?“
Grand brauchte eine Weile, um sich wieder zu fangen. Er hatte eigentlich nicht damit gerechnet, dass es einfach werden würde, das war es nie, aber irgendwie schaffte sie es immer wieder aufs neue, ihn völlig aus der Bahn zu werfen. Nervös knetete er seine Finger, während er ihre grünlich funkelnden Augen betrachtete. Sie stand ihm gegenüber, lässig an die Wand gelehnt, die Arme abweisend verschränkt. Sie war ein ganzes Stück gewachsen, seit er sie das letzte Mal gesehen hatte. Hübsch war sie geworden, eine junge Dame mit tiefer Entschlossenheit und ebenso starkem Willen. Ihre tiefschwarzen Locken, die bis zu den Schultern reichten, waren mit kleinen silbernen Perlen und winzigen bunten Federn verziert. Ab und zu blitzte es in seinem Okular energievoll auf, wenn sie sich bewegte.

In ihrer ablehnenden Haltung stellte sie eine exakte Kopie ihrer Mutter - seiner Schwester - dar. Wie damals, als er Josephine mitgeteilt hatte, was er mit Arminton zu tun gedachte. Oder besser gesagt, was ihm als einziger Ausweg übrig geblieben war. Josephine hatte ihm einen ebenso abscheuerfüllten Blick zugeworfen, nachdem er sie herausgeholt hatte, wie jetzt Eleonore - nein, Whiggs – und ihm anschließend erklärt, dass sie zurück in das abgesperrte Viertel gehen würde, um den Hilflosen und Unschuldigen ihren Beistand zu bieten. Dann war sie gegangen und er hatte sie nie wieder gesehen.
Unmittelbar an diesen Gedanken stiegen die Stimmen aus seinem Unterbewusstsein auf, die klagenden Schreie voller Angst und Schmerz, die er lange nur in seinen Träumen ertragen musste. Die Schreie seiner Opfer, der Menschen, die aufgrund seines Befehls einen grausamen Tod gefunden hatten.

Arminton war ein blühendes Viertel gewesen, voller pulsierendem Leben, voller Geschäftigkeit, so temperamentvoll. Bis die Wiedergänger den Straßen ihren tödlichen Stempel aufgesetzt hatten. Aus welchem Loch sie auch immer hervorgestiegen waren. Die Kirche war ratlos gewesen, ebenso wie das Ministerium und fassungslos hatten sie mit angesehen, wie die Menschen von Arminton dem Untergang anheim fielen. Mit jedem neuen Toten gab es auch einen neuen Wiedergänger, der seinerseits die Lebenden attackierte, als geböte ihm der reine, pure Hass, jeden warmen Körper zu zerfetzten, zu zerreißen, mit Klauen und Zähnen zu zerstückeln …
Die Seuche einzudämmen schien unmöglich und beinahe hätte sie die ganze Stadt ergriffen, wenn Arminton nicht mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln abgeriegelt und in ein gewaltiges Schlachthaus verwandelt worden wäre, das Schlächter und Opfer zusammen einsperrte.

Dann hatte Pater Grand, damals noch Prior und verantwortlicher Geistlicher für Arminton, vom Bischof persönlich den Befehl bekommen, die Brut des Teufels ein für allemal auszumerzen. Mit der reinigenden Flamme des heiligen Feuers. Dieses bestand aus einer besonderen, plasmotischen Substanz, welche, einmal entzündet, heißer und länger brannte, als alle anderen damals bekannten Mittel. Sogar Stein konnte sie zum Schmelzen bringen.
Dreimal hatte Grand um eine Alternative gebeten, um eine andere Lösung ersucht, sogar versucht, den Bischof persönlich zu sprechen, doch dieser hatte sich nicht von seinem Weg abbringen lassen. Der Herr wird die Seinen erkennen und erlösen, hatte er ihm lapidar mit einer hastig dahingekritzelten Depesche mitteilen lassen. Handle im Sinne der Kirche, in deren Schoß du dich befohlen hast.
Grand hatte gehandelt. Das Feuer loderte über zwei Wochen ununterbrochen und vernichtete das gesamte Viertel. Brannte es zu Asche, zu Schlacke, zu beißenden Qualm. Genau wie seine Schwester und ihren Mann. Einzig Eleonore überlebte, weil Josefine sie rechtzeitig fortgeschickt hatte.

Es war also kein Wunder, dass ihn seine Nichte bis ins Mark hasste. Er hasste sich ja selbst dafür.
„Ich wollte dich warnen, Eleo … Whiggs“, berichtigte er sich beinahe entschuldigend. „Es treibt sich ein gefährlicher Irrer in der Kanalisation herum. Ein Irrer, der Menschen tötet. Ich will dich einfach in Sicherheit wissen.“
„Ein Irrer, so wie du einer bist?“ Der Spott in ihrer Stimme war schneidend wie Glas. „Glaube mir, Onkel, hier unten gibt es viele gefährliche Dinge und von den meisten weißt du nicht einmal. Ich kann sehr gut selbst auf mich aufpassen. Dich brauche ich bestimmt nicht dafür.“
„Whiggs, bitte …“
„Du hättest nicht herkommen sollen.” Sie machte eine bedeutungsschwere Pause. Dann sah sie an ihm vorbei und sprach mit jemandem hinter ihm. “Nehmt ihn mit.”
Bevor er sich umdrehen konnte, traf ihn ein Knüppel schwer am Kopf. Grand stürzte mit dem Gesicht voran auf den Boden. Eine Ohnmacht löschte seine Sicht aus und mit dem letzten Funken Bewusstsein hörte er, wie jemanden zu Whiggs sagte: “Wir haben ihn, ehrenwerte Emanatin”.
Dann wusste er nichts mehr.

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Dieser Eintrag wurde geschrieben am Montag, Juni 15th, 2009 um 00:01 in der Kategorie Kapitel 3. Reaktionen zu diesem Eintrag können Sie mit dem RSS 2.0 Feed verfolgen. Die Kommentare für diese Seite sind geschlossen.

15 Kommentare bisher

 1 

“Der Einstieg zu den unterirdischen Kammern und Gängen war ein Geheimnis, dass damals schon eines gewesen war und ihm nur durch einen Zufall offenbart wurde.”
Gewesen war- Komma?
Insgesamt gefällt mir die Konstruktion nicht. Warum nicht einfach “Der Einstieg,schon damals ein Geheimnis, war ihm nur durch einen Zufall offenbart worden.

“Nur die wenigsten wussten davon und die meisten davon waren bereits nicht mehr am Leben.”
Die Konstellation hat einen gewissen Biß, der aber durch die Dopplung zahnlos wird…

“Nur Eleonore, seiner Nichte, hatte er es einmal erzählt, als sie noch ganz klein gewesen war und er wusste, dass sie es nicht vergessen hatte.”
Nur: Dopplung. Und: Er hatte es ihr erzählt, als er wusste, daß sie es nicht vergessen hatte? Das ergibt keinen Sinn. Gemeint ist wohl, er hatte es ihr erzählt, als sie klein war, und er wußte, daß sie es bis heute nicht vergessen hatte? Dann würde ich vor das “und” ein Komma setzen oder vielleicht gleich zwei Sätze daraus machen.

Ehrlich gesagt, ich hätte den Arminton-Vorfall lieber in der Encyclopaedia oder in der Personalakte des Paters gelesen. So, in der Erinnerung, finde ich es ziemlich… kitschig. Und es paßt nicht zum Pater, daß es ihm soviel ausmacht. Weiter vorne haut er einen Unschuldigen einfach tot - direkt, persönlich - und steckt es weg, aber als kleines Rädchen in der Hierarchie der Kirche gibt er eine Order weiter und muß heute noch heulen?!?
Vielleicht bin ich selbst ein zu harter Knochen, um das nachzuvollziehen.

Mir wäre ein kleinerer Maßstab viel lieber. Kein ganzes Viertel, sondern vielleicht nur die Bewohner eines Hauses oder Wohnblocks, und der Pater steht mit drei, vier Beamten davor und muß schnell entscheiden, ob er die Tür aufmachen läßt, an die ein paar Überlebende verzweifelt hämmern, oder nicht. So etwas in der Art: Weniger Unschuldige, aber dafür die echte Entscheidung des Paters, weil er zufällig der Ranghöchste vor Ort ist. Und die Entscheidung war vielleicht sogar richtig, objektiv gesehen, aber er kommt einfach nicht damit klar.
DAS ist Drama! :-)

Juni 15th, 2009 at 18:14
 2 

So wie ich das verstehe, war er ja mal kein ganz so kleines Rädchen in der Hierarchi der Kirche. Prior klingt wichtig, vor allem wenn er für ein ganzes Viertel verantwortlich ist.

Juni 15th, 2009 at 19:06
 3 

Nachtrag: Ich find die Sache so auch schon dramatisch genug. Grand hat ja wohl nicht nur eine Order weitergegeben. Er hat sich in einer Position befunden, in der er durchaus Leuten hätte helfen können. Er hätte sich dafür nur über den Befehl hinwegsetzen müssen, den er bekommen hat. Er allerdings hat sich entschieden, zu gehorchen.

Oder seh ich das falsch, liebe Autoren?

Juni 15th, 2009 at 19:12
 4 

Da der gute Pater Carstens Figur ist, kann ich natürlich nichts Abschließendes dazu sagen (das muss dann er schon kommentieren), aber zumindest habe ich das genau so verstanden.
Arminton (bzw. “der Arminton-Vorfall” oder auch “das Arminton-Massaker”) ist allerdings tatsächlich auch eine größere Geschichte gewesen, die tiefe Spuren im Bewusstsein der Millionenstadt hinterlassen hat.
Aber natürlich verstehe ich TPF da, was den Maßstab angeht. Grundlegend bin ich selbst Fan von kleineren Rahmen. In diesem Fall aber vermutlich unumgänglich.

Nur am Rande: Laut aktuellen Rechtschreibregeln kommt vor “und” inzwischen nirgendwo mehr ein Komma (was mir zugute kommt, denn früher hab ich sie immer vergessen. Was die Komma-Regeln angeht, bin ich ohnehin einer der Gewinner der RS-Reform. Früher waren es Fehler - heute ist es korrekte Schreibweise. Lucky me…)

Juni 15th, 2009 at 20:00
 5 

Ts… erst nach Arminton schreien und dann nicht zufrieden sein.
*g*
Also zur Erklärung. Der Vorfall in Arminton IST eine große Sache gewesen, von daher hätte es ein Häuserblöckchen nicht getan. Immerhin hat sich das Massaker quasi in das städtische Gedächtnis eingegraben. Ich denke, der Umfang ist tatsächlich gewaltig und sicher größer als ich das normalerweise gutheißen tät, aber hier trotzdem angebracht gewesen.

Harter Hund, ja, so könnte man den Pater durchaus bezeichnen. Aber wer weiß schon, welcher Teil davon nur Maskerade ist (den Betrunkenen am Anfang haut er ja nicht wirklich tot, sondern der stürzt “unglücklich” im Laufe des Streits. Und ist dazu noch irgendein *Arschloch*, das ihn angegriffen hat).

Warum macht dem Pater der Vorfall in Arminton also soviel aus? Nun, er wird wohl nicht immer so ein harter Kerl gewesen sein. Als Prior war er bestimmt nicht zimperlich, das bringt die Position sicher mit sich, aber derart lebensverneinend wie heute? Nein, das wäre eher unwahrscheinlich.

Tatsächlich hat er sich in der Zwickmühle befunden. Einerseits die logisch richtige Handlung, das Viertel abzubrennen, um die Seuche einzudämmen (also damit auch im Sinne der Kirche zu handeln, die damit natürlich nicht nur politischen Druck auf die damalige weltliche Herrschaft Steamtowns ausübt, sondern auch auf ihn als Verantwortlichen des Viertels), andererseits das Wissen, seine eigene Familie damit umzubringen. Er hatte es trotz seiner eigentlichen Entscheidungsgewalt gerade mal geschafft, seine Schwester herauszuholen, die dann freiwillig wieder zurückging.
Seine Nichte ist die einzige Überlebende seiner Tat und stellt damit auch den einzig wunden Punkt im maroden und abgestumpften Leben des Pater dar. Wem kämen da nicht die Tränen (ohne es ganz so theatralisch zu malen)?
;)

Juni 15th, 2009 at 22:19
 6 

Tz. Verrat doch nicht alles. *g*

Juni 15th, 2009 at 22:57
 7 

Das liest man doch genau so aus dem Text, der übrigens einige sprachlich unschöne Konstrukte aufweist… Konstrukte mit zu vielen Kommas, wennn ich ehrlich bin.

Dieses bestand aus einer besonderen, plasmotischen Substanz, welche, einmal entzündet, heißer und länger brannte, als alle anderen damals bekannten Mittel.

Ich denke hier kann man ein wenig kürzen:
Dieses bestand aus einer besonderen, plasmotischen Substanz, welche heißer und länger brannte als alle anderen damals bekannten Mittel.

Ich glaube vor diesem als kommt kein Komma, da es vergleichend verwendet wird.

“Aus welchem Loch sie auch immer hervorgestiegen waren.”

Diesen Satz würde ich mit einem komma entsprechend fortsetzen… bei dieser Konstruktion etwartet man keinen Punkt.

“als geböte ihm der reine, pure Hass, jeden warmen Körper zu zerfetzten, zu zerreißen, mit Klauen und Zähnen zu zerstückeln …”

Ok, moment… eher so:

“als geböte ihm der reine, pure Hass jeden warmen Körper zu zerfetzen, zu zerreißen, mit Klauen und Zähnen zu zerstückeln …”

Zusammengefasst: hinter Hass kein Komma, und zerfetzen mit einem t weniger.

“Der Spott in ihrer Stimme war schneidend wie Glas.”

Finde ich auch unglücklich formuliert. Glas schneidet normalerweise nicht.

“Sofort umfing ihn absolute Lichtlosigkeit [...]”

kann es nicht einfach Dunkelheit heißen?

“Er hasste es, das Gerät anzulegen, fast genauso, wie er sich selbst dafür hasste.”

weniger kommatas machen auch hier das Lesen einfacher:

“Er hasste es das Gerät anzulegen, fast genauso wie er sich selbst dafür hasste”

wie wird hier ebenfalls vergleichend verwendet… ich meine da ist ein Komma fehl am platz…

“Unten, am Ende der Stufen, schloss sich ein trister Gang an, der stur geradeaus führte, bis er irgendwann in einem Endstück mündete, das mehrere Türen bereithielt.”

Telegraphen-Stil… da kann man ein wenig kürzen und anders schreiben:

“Unten schloss sich ein trister Gang an, der stur geradeaus führte und irgendwann in einem Endstück mündete, das mehrere Türen bereithielt.”

In dem Zusammenhang: “Manche davon waren weitere Gänge, andere kleine Räume: Wachstuben, Vorratskammern, leere Zimmer.” … Türen sind keine Gänge oder Räume, sie führen in oder zu solchen.


Einen Moment herrschte eisige Stimmung zwischen den beiden.”
Nur einen Moment? Die ganze Atmosphäre ist total gespannt… auch wenn sie die meiste Zeit nur von ihr ausgeht.

“mit tiefer Entschlossenheit [...] Ihre tiefschwarzen Locken”

ein recht tiefer Charakter… was ist tiefe Entschlossenheit?

“[...]Mutter - seiner Schwester - dar” - Ich denke mal nicht, dass es nötig ist, dem Leser zu erklären, was ein “Onkel” verwandschaftlich ist.

“Josephine hatte ihm einen ebenso abscheuerfüllten Blick zugeworfen, nachdem er sie herausgeholt hatte, wie jetzt Eleonore - nein, Whiggs – und ihm anschließend erklärt, dass sie zurück in das abgesperrte Viertel gehen würde, um den Hilflosen und Unschuldigen ihren Beistand zu bieten.”

Sooo lange Sätze müssen es nun auch nicht sein… Das geht sicherlich auch etwas anders. Übrigens: Beistand leistet man eher, Unterstützung bietet man.

“Dann war sie gegangen und er hatte sie nie wieder gesehen.”
Habe ich auch gerne benutzt… und festgestellt, dass Sätze, die mit dann beginnen, irgendwie… nicht so recht klingen - meine Meinung -

“Unmittelbar an diesen Gedanken stiegen die Stimmen aus seinem Unterbewusstsein”

Unmittelbar _nach_ diesem Gedanken … ?

“, die er lange nur in seinen Träumen ertragen musste.”

Ich weiß, was gemeint ist… aber
“, die ihn seit längerem nur in seinen Träumen heimsuchten.” ist vielleicht besser formuliert.

“[...]voller Geschäftigkeit, so temperamentvoll. Bis die Wiedergänger”

[...]voller Geschäftigkeit, temperamentvoll, bis die Wiedergänger

Hier mache ich mal Pause O.o Kann es sein, dass dieser Text zu absolut nachtschlafender Zeit verfasst wurde? Oder in einer kleinen Stresspause?
Ich will ja niemandem zu Nahe treten, aber irgendwie habe ich im Moment genau das Gefühl…
Ich hoffe, ihr nehmt mir das nicht übel.

Grüße und gute Nacht…

P.S.: Rein Storytechnisch habe ich nix zu meckern - ich finde es erklärt gut Grands emotionalen Zustand, auch wenn ich erwartet hätte, das er seine Schwester einfach an irgendeinen Stuhl gebunden oder betäubt hätte… ^^

Juni 15th, 2009 at 23:56
 8 

Anbinden? Der Mann ist doch kein Unmensch.
*g*
Wir nehmen dir das doch nicht übel, Nico. Hinweise aller Art sind doch immer erwünscht.
Zu deinem Gefühl: welcher Steamtown-Text wird eigentlich nicht während Stresspausen oder besser Stressphasen geschrieben?
;)
Deine Anmerkungen sind eine gute Anregung, es mit einem halben/wacheren Auge mehr anzugehen. Vielen Dank für deinen Einsatz und die aufgezeigten Möglichkeiten. Sind registriert und werden bestmöglich umgesetzt.

Juni 16th, 2009 at 10:12
 9 

Nee. Nur Mr. Ferret ist ein Un-Mensch. *g*

Juni 16th, 2009 at 10:33
 10 

Richtig. Zumindest zu einer Hälfte.
A propos Mensch, wie gefällt euch eigentlich unser Neuzugang “Whiggs”?

Juni 16th, 2009 at 10:38
 11 

Whiggs macht im Moment einen irgendwie schamanenmäßigen Eindruck auf mich.

Juni 16th, 2009 at 15:41
 12 

Ehm, nee. Schamanin trifft es nicht so ganz.
;)
Aber vielleicht bringt der nächste Kapitelteil ein wenig Licht ins Dunkel …

Juni 16th, 2009 at 17:48
Trischa
 13 

Für mich ist Whiggs eher eine Mischung aus Trinity aus Matrix und Mia Wallace aus Pulp Fiction, aber skrupelloser. Möglichst mit einer Zigarettenspitze rauchend.

Juni 17th, 2009 at 17:34
 14 

Na, übrigens hat der nächste Teil nicht wirklich mehr verraten, Carsten. Insofern war die Ankündigung gemein. ;)

Juni 17th, 2009 at 18:15
 15 

Stimmt. Irgendwie hatte ich da mehr vor. Naja, beim nächsten Mal …

Juni 17th, 2009 at 19:22

Die Kommentare sind geschlossen.